Mien machteg Wad
Mien machteg Wad wat heb k die mist,
Dien zulver en dien gold.
k Krieg kibbevel, k heb kolle rillens
Ik pruif het zaand en t zolt.
Mien machteg Wad wat hôl k van die,
k Wil zo geern op die voaren.
Hier stoa k mit poten weer in dien sliek,
k Wor hier vannijs geboren.
Op Röpmerploat bruit lepeloar,
De wind zingt t hoogste laid.
Kleuren veraandern, de wolken dij speulen,
En meulens rusten nait.
Ik proat mit Klaas, de "Harder"voart,
Op Börkum schient de zun.
De golven, netuur het t hier veur t zeggen,
Veur mie is t nij begun.
De Koap staait tröts op Oog te kieken,
n stried liekt hier verloren.
De Noordzee luit zien kracht eem zain,
Dij zee mit zien gevoaren.
De locht kleurt rood, t geluud droagt wied,
Weer n dag is bienoa om.
k Beloof miezulf, hail zaacht vanzulf,
Mien Oog, ik kom weerom!
En in mien dreumen, dijzulfde nacht,
Din stoa ik op de Koap.
En tel doar wulpen en wilsters,
Ik sliester deur mien sloap.
Gestoag wodt t beeld wat klaainer,
En zai k wat voag n kind.
k Heb n stukkie van miezulf doar loaten,
Joaren leden aal , mit de wind…..
Mein mächtiges Watt
Mein mächtiges Watt, was hab ich da vermisst,
Dein Silber und dein Gold.
Ich krieg Gänsehaut, ich hab kalte Schauer,
Ich schmecke den Sand und das Salz.
Mein mächtiges Watt, wie sehr liebe ich dich,
Ich will so gerne auf dich gehen.
Hier stehe ich mit meinen Füßen wieder im Schlamm,
Ich wurde hier neu geboren.
Auf Römersand bläst der Wind,
Die Luft singt das höchste Lied.
Farben verändern sich, die Wolken spielen,
Und die Mühlen ruhen nicht.
Ich rede mit Klaas, dem „Harter“,
Auf Borkum scheint die Sonne.
Die Wellen, die Natur hat es hier zu sagen,
Für mich hat es neu begonnen.
Die Küste steht stolz, um zu schauen,
Ein Kampf scheint hier verloren.
Die Nordsee zeigt ihre Kraft,
Die See mit ihren Gefahren.
Der Himmel färbt sich rot, der Klang trägt weit,
Ein neuer Tag ist bald da.
Ich verspreche mir selbst, halte aus von mir,
Mein Ozean, ich komme wieder!
Und in meinen Träumen, in derselben Nacht,
Stehe ich an der Küste.
Und zähle dort Muscheln und Wellen,
Ich schlendere durch meinen Schlaf.
Langsam wird das Bild kleiner,
Und ich sehe, was ich als Kind sah.
Ich hab ein Stück von mir selbst dort gelassen,
Vor vielen Jahren, mit dem Wind…