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Die Fadista

Ana Moura

A Fadista

Vestido negro cingido
Cabelo negro comprido
E negro xaile bordado
Subindo à noite a Avenida
Quem passa julga-a perdida
Mulher de vício e pecado
E vai sendo confundida
Insultada e perseguida
P'lo convite costumado

Entra no café cantante
Seguida em tom provocante
P'los que querem comprá-la
Uma guitarra a trinar
Uma sombra devagar
Avança para o meio da sala
Ela começa a cantar
E os que a queriam comprar
Sentam-se à mesa a olhá-la

Canto antigo e tão profundo
Que vindo do fim do mundo
É prece, pranto ou pregão
E todos os que a ouviam
À luz das velas pareciam
Devotos em oração
E os que há pouco a ofendiam
De olhos fechado ouviam
Como a pedir-lhe perdão

Vestido negro cingido
Cabelo negro comprido
E negro xaile traçado
Cantando pra aquela mesa
Ela dá-lhes a certeza
De já lhes ter perdoado
E em frente dela na mesa
Como em prece a uma deusa
Em silêncio ouve-se o fado

Die Fadista

Schwarzes, enges Kleid
Langes, schwarzes Haar
Und ein schwarzer, bestickter Schal
Steigt nachts die Straße hinauf
Wer vorbeikommt, hält sie für verloren
Frau voller Laster und Sünde
Und wird immer wieder verwechselt
Beleidigt und verfolgt
Durch die gewohnte Einladung

Betritt das Café mit Gesang
Folgt ihr provokant der Ton
Für die, die sie kaufen wollen
Eine Gitarre, die erklingt
Ein Schatten, der langsam
In die Mitte des Raumes schreitet
Sie beginnt zu singen
Und die, die sie kaufen wollten
Setzen sich an den Tisch und schauen sie an

Altes, tiefes Lied
Das aus dem Ende der Welt kommt
Ist Gebet, Wehklagen oder Ruf
Und alle, die sie hörten
Im Licht der Kerzen schienen
Gläubige im Gebet
Und die, die sie vorhin beleidigten
Hörten mit geschlossenen Augen
Als würden sie um Verzeihung bitten

Schwarzes, enges Kleid
Langes, schwarzes Haar
Und ein schwarzer, gezeichneter Schal
Singt für diesen Tisch
Gibt ihnen die Gewissheit
Dass sie ihnen bereits vergeben hat
Und vor ihr am Tisch
Wie in einem Gebet zu einer Göttin
Hört man in Stille den Fado.

Escrita por: Manuela De Freitas / Pedro Rodrigues dos Santos