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Fenster zum Meer

António Zambujo

Janela Virada P´ro Mar

Cem anos que eu viva, não posso esquecer-me
Daquele navio que eu vi naufragar
Na boca da barra tentando perder-me
Daquela janela virada p´ro mar

Sei lá quantas vezes matei o desejo
E fui pelo mar fora com a alma a sangrar
Levando na ideia uns lábios que invejo
E aquela janela virada p´ro mar

Marinheiro do mar alto olha as ondas, uma a uma
Preparando-te um assalto entre montes de alva espuma
Por mais que elas bailem numa louca orgia
Não trazem desejos de me torturar
Como aquela doida que eu deixei um dia
Naquela janela virada p´ro mar...

Se mais ainda houvesse, mais portos correra
Lembrando-me em noites de meigo luar
Duns olhos gaiatos que trago à espera
Naquela janela virada p´ro mar

Mas quis o destino que o meu mastodonte
Já velho e cansado, viesse encalhar
Na boca da barra, e mesmo de fronte
Daquela janela virada p´ro mar...

Fenster zum Meer

Hundert Jahre, die ich lebte, kann ich nicht vergessen
Jenes Schiff, das ich sinken sah
In der Mündung, versuchend, mich zu verlieren
Von diesem Fenster, das zum Meer zeigt

Ich weiß nicht, wie oft ich das Verlangen getötet habe
Und hinaus aufs Meer ging mit einer blutenden Seele
Mit dem Gedanken an Lippen, die ich beneide
Und diesem Fenster, das zum Meer zeigt

Seemann auf hoher See, schau die Wellen, eine nach der anderen
Bereit, dir einen Überfall zu bereiten zwischen Bergen von schäumendem Weiß
So sehr sie auch tanzen in einem verrückten Rausch
Bringen sie keine Wünsche, mich zu quälen
Wie jene Verrückte, die ich eines Tages ließ
An diesem Fenster, das zum Meer zeigt...

Wenn es noch mehr gäbe, würde ich mehr Häfen anlaufen
Und mich erinnern in Nächten des sanften Mondscheins
An die schelmischen Augen, die ich erwarte
An diesem Fenster, das zum Meer zeigt

Doch das Schicksal wollte, dass mein Mastodont
Schon alt und müde, strandete
In der Mündung, und direkt gegenüber
Von diesem Fenster, das zum Meer zeigt...

Escrita por: Frederico de Brito