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Verirrter Missionär

Baitaca

Missioneiro Extraviado

Trago cinza nas melena
E o picumã do galpão
Minha cama é o próprio chão
E o céu azul é meu manto
Abro meu peito e garanto
Que o silêncio se apavora
E se manda campo afora
Ao escutar o meu canto

E eu me criei rolando ao mundo
E não tenho morada certa
Mas sendo guapo, não se aperta
Quando uma raça se expande
Não existe quem me mande
Sou xucro, sou caborteiro
Sou cria de missioneiro
Que me extraviei no Rio Grande

Solto das patas, vivo longe da querência
Cumpro a existência, honro a estampa de campeiro
Sou bem largado, sacrifício eu não renego
Morro seco e não me entrego
Sou cria de missioneiro

Por isso hoje, no mundo ando extraviado
Sou mal domado que nem potro redomão
Inda recordo dos campos brancos de geada
Saltando de madrugada pra tomá meu chimarrão

Na minha alma trago o tinido da espora
Como lá fora taureando com a judiaria
Não me aborreço com esta minha vida esquisita
Eu saio de tardezita só volto no clariá o dia

Faço bem claro pra que todos me compreendam
Também entendam o sofrimento de peão
Caindo a noite, deito e não tenho sossego
Da grama faço pelego e do mundo faço galpão

Levo na mala um pouco do revirado
Braço lotado pra pode enxaguá meu peito
Na minha gibeira sempre sobra algum vintém
Seja mal ou meio bem eu vivo de qualquer jeito

No meu Rio Grande, cavalgo de peito aberto
Pois é de certo que eu nasci pra gauderiá
Vivo cantando com este dom que Deus me deu
E afinal, o mundo é meu e não me importa onde andá

Verirrter Missionär

Ich trage Grau in meinem Haar
Und das Heu aus dem Stall
Mein Bett ist der eigene Boden
Und der blaue Himmel mein Mantel
Ich öffne mein Herz und versichere
Dass die Stille erschrickt
Und sich ins Feld verzieht
Wenn sie mein Lied hört

Und ich bin aufgewachsen, die Welt zu rollen
Und habe kein festes Zuhause
Doch als Hübscher, da drücke ich mich nicht
Wenn eine Rasse sich ausbreitet
Gibt es niemanden, der mir Befehle erteilt
Ich bin wild, ich bin ein Landarbeiter
Ich bin das Kind eines Missionärs
Der sich im Rio Grande verirrt hat

Frei von den Fesseln, lebe ich weit weg von der Heimat
Erfülle mein Dasein, ehre das Abzeichen des Cowboys
Ich bin gut drauf, das Opfer weiche ich nicht auf
Ich sterbe durstig und gebe nicht auf
Ich bin das Kind eines Missionärs

Deshalb bin ich heute in der Welt verloren
Bin ungezähmt wie ein wildes Pferd
Erinnere mich noch an die weißen Frostfelder
Springe frühmorgens, um meinen Mate zu trinken

In meiner Seele trage ich das Klingeln der Sporen
Wie draußen, wenn ich mit den Tieren arbeite
Ich ärgere mich nicht über dieses seltsame Leben
Ich gehe am Abend und komme erst bei Tagesanbruch zurück

Ich mache es klar, damit alle mich verstehen
Damit sie auch das Leiden des Arbeiters verstehen
Wenn die Nacht hereinbricht, lege ich mich hin und finde keinen Frieden
Aus dem Gras mache ich eine Decke und aus der Welt eine Scheune

Ich habe in meinem Gepäck ein wenig von dem Durcheinander
Einen Arm voll, um mein Herz zu reinigen
In meiner Tasche bleibt immer ein bisschen Kleingeld
Ob schlecht oder halb gut, ich lebe auf jede Art

In meinem Rio Grande reite ich mit offenem Herzen
Denn es ist sicher, dass ich zum Gauderiá geboren wurde
Ich singe mit diesem Talent, das Gott mir gegeben hat
Und schließlich gehört die Welt mir und es ist mir egal, wo ich bin.

Escrita por: Baitaca