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Die Trauer des Sängers

Carlos Gardel

La Pena Del Payador

La tarde en el poniente su poncho recogía
Peinando entre sus flecos un copo de arrebol
Y el hilo de la noche, que en ancas se venía
Bordaba en seda negra los pétalos del Sol

Llorosos los yuyales doblándose al pampero
Y el Viejo de la Carreta picando al buey sobón
Atrácase a la férrea rejilla del pulpero
Haciendo para el viaje su gaucha provisión

Balando las ovejas se agrupa la majada
Tirando "para las casas" en busca del corral
Y el tero centinela, soldado de avanzada
Vigila que el indiaje no arree un animal

Calandrias y zorzales de pechos escarlatas
Se ven en espesura del monte vivaquear
Colgando de las ramas los palios de sus flautas
Cual músicos cansados que vienen a nochear

De pronto allá a lo lejos, a tranco acompasado
Se ve asomar un flete bordeando el cañadón
Y en el un gaucho triste de negro arrebujado
Con porte de hombre nervio, audacia y corazón!

Facón de plata al cinto, trabuco amarilleado
Espuelas nazarenas, sombrero echado para atrás
Allá va Santos Vega, jinete en su tostado
Pensando que la vida para el está de más!

Quién sabe que honda pena lo abisma al peregrino
Centauro de las pampas, invicto payador!
Que en vano las acacias y sauces del camino
Se inclinan para verle sonreír en su dolor

Más dicen los que saben de amores escondidos
Y al gaucho le conocen su indómito valor
Que solo son culpables dos ojos renegridos
De aquella gran tristeza que aflige al trovador

Die Trauer des Sängers

Der Abend im Westen hob seinen Poncho auf
Und kämmte zwischen seinen Fransen einen Hauch von Rot
Und der Faden der Nacht, der auf den Hüften kam,
Stickte in schwarzer Seide die Blütenblätter der Sonne.

Weinend biegen sich die Kräuter dem Pampero zu
Und der Alte von der Kutsche treibt den schüchternen Ochsen an.
Er drängt sich an das eiserne Gitter des Wirtshauses,
Macht sich für die Reise seine gauchische Vorräte.

Die Schafe blöken, die Herde versammelt sich,
Zieht „nach Hause“ auf der Suche nach dem Stall.
Und der Wachtel, der Wächter, Soldat an der Front,
Achtet darauf, dass die Indios kein Tier treiben.

Die Feldlerchen und Drosseln mit scharlachroten Brüsten
Sind in der Dickicht des Waldes zu sehen.
Hängend von den Ästen die Paläste ihrer Flöten,
Wie müde Musiker, die zum Übernachten kommen.

Plötzlich, dort in der Ferne, im gleichmäßigen Schritt,
Sieht man einen Wagen, der den Canyon umrandet.
Und darin ein trauriger Gaucho, in Schwarz gehüllt,
Mit der Haltung eines Mannes, voller Nerv, Mut und Herz!

Silbernes Facón am Gürtel, vergilbter Flinte,
Nazarenische Sporen, Hut nach hinten geneigt.
Dort geht Santos Vega, Reiter auf seinem Braun,
Denkend, dass das Leben für ihn zu viel ist!

Wer weiß, welche tiefe Trauer den Pilger quält,
Centaur der Pampa, unbesiegter Sänger!
Dass vergeblich die Akazien und Weiden des Weges
Sich neigen, um ihn lächeln zu sehen in seinem Schmerz.

Doch sagen die, die von versteckten Lieben wissen,
Und den Gaucho kennen, seinen unbezähmbaren Mut,
Dass nur zwei tiefschwarze Augen schuld sind
An jener großen Traurigkeit, die den Troubadour plagt.

Escrita por: E. Escariz / J y L Servidio