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oso

Daniel F

oso

Yo vivía en el bosque muy contento,
caminaba caminaba sin cesar,
las mañanas y las tardes eran mías,
por la noche me tiraba a descansar,
pero un día vino el hombre con sus jaulas,
me encerró y me llevó a la ciudad,
en el circo me enseñaron las piruetas
y yo así perdí mi amada libertad.

Confórmate - me decía un tigre viejo -
nunca el techo y la comida han de faltar,
solo exigen que hagamos las piruetas,
que a los chicos podamos alegrar.

Han pasado cuatro años de esta vida,
con el circo recorrí el mundo así,
pero nunca pude olvidarme de todo,
de mis bosques, de mis tardes, ni de mi.

En un pueblito lejano, alguien no cerró el candado,
en una noche sin luna, y yo dejé la ciudad.
Ahora piso yo el suelo de mi bosque,
otra vez el verde de la libertad, estoy viejo,
pero las tardes son mías, vuelvo al bosque,
estoy contento de verdad.

oso

Ich lebte glücklich im Wald,
ging unermüdlich umher,
Morgen und Abend gehörten mir,
nachts legte ich mich zur Ruh,
aber eines Tages kam der Mensch mit seinen Käfigen,
sperrte mich ein und brachte mich in die Stadt,
im Zirkus lehrten sie mich die Kunststücke,
so verlor ich meine geliebte Freiheit.

„Gib dich zufrieden“, sagte ein alter Tiger zu mir –
„Dach und Essen werden dir nie fehlen,
alles, was sie verlangen, sind die Kunststücke,
um den Kindern Freude zu bereiten.

Vier Jahre sind vergangen in diesem Leben,
mit dem Zirkus reiste ich so um die Welt,
aber ich konnte nie alles vergessen,
meine Wälder, meine Nachmittage, noch mich selbst.

In einem kleinen Dorf, jemand ließ das Schloss offen,
an einer mondlosen Nacht, und ich verließ die Stadt.
Jetzt trete ich wieder auf den Boden meines Waldes,
wieder das Grün der Freiheit, ich bin alt,
aber die Nachmittage gehören mir, ich kehre zurück in den Wald,
ich bin wirklich glücklich.