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Galizien

Djordje Balasevic

Galicia

Pred zoru je sa njine strane obièno muk...
Pod velom magle zvecka osmi kozaèki puk...
I svu noæ mi inje kamuflira šinjel uz polegli brest...
U inat æu i ovo pismo poslati... Znam: "ime i adresa nisu poznati"...
Dok tikvan-poštar ne skonta ko to èeka sa fronta... Kakvu dobru vest...

I tek da znaš... Ovo na slici je naoko pitomi pejsaž Galicije...
Al mira ni èas... Sve živo pali na nas...
Fotograf jedini metkove špara...
Oberst kao lud olovo rasipa, fotograf jedva katkad okine sa nasipa...
Na nadošloj Visli se soldati stisli... I svima su nam pomisli... Daleko...

U sumrak je sa njine strane obièno žal...
Zatuži aðinokaja ko ranjeni ždral...
Al postane krotka kad drmne je votka... Onako "na belo"...
Pod mojom šapkom lavovi se baškare...
U snu mi pleteš beli šal za maškare...
Sva se pobrka preða kad te obgrlim s leða... Kao violonèelo...

I tek da znaš... Mesec u žici je... Zvone na veèernje zvona Galicije...
I neka mi to ne uzme nebo za zlo...
Al ti si jedino èemu se molim...
Brinuæu veæ ja... Nemoj ti brinuti... Ma, da sam 'teo veæ sam stoput mogo ginuti...
Dok otièe Visla... Natraške, van smisla... I kreæu jata pokisla... Daleko...

Galizien

Vor der Morgendämmerung ist es auf ihrer Seite gewöhnlich still...
Unter dem Schleier des Nebels klirren die acht Kosaken...
Und die ganze Nacht tarnt der Frost den Mantel, der über die Weiden liegt...
Aus Trotz werde ich auch diesen Brief senden... Ich weiß: "Name und Adresse sind unbekannt"...
Bis der Postbote merkt, wer da an der Front wartet... Welche gute Nachricht...

Und nur damit du es weißt... Das auf dem Bild ist auf den ersten Blick eine friedliche Landschaft Galiziens...
Doch Frieden gibt es keinen Moment... Alles Lebendige brennt auf uns nieder...
Der Fotograf spart die Kugeln...
Der Oberst wirft wie verrückt mit Blei, der Fotograf drückt nur selten den Auslöser vom Damm...
An der überfluteten Weichsel drängen sich die Soldaten... Und alle unsere Gedanken sind... weit weg...

Im Dämmerlicht ist es auf ihrer Seite gewöhnlich klagend...
Die Trauer ist wie ein verwundeter Kranich...
Doch sie wird sanft, wenn sie Wodka bekommt... So "auf gut Glück"...
Unter meiner Pranke faulenzen die Löwen...
In meinen Träumen strickst du einen weißen Schal für die Maskerade...
Alles wird durcheinander, wenn ich dich von hinten umarme... Wie ein Violoncello...

Und nur damit du es weißt... Der Mond ist im Draht... Läuten die Abendglocken Galiziens...
Und möge mir der Himmel das nicht übel nehmen...
Doch du bist das Einzige, worum ich bete...
Ich werde mich schon kümmern... Mach dir keine Sorgen... Hätte ich gewollt, hätte ich schon hundertmal sterben können...
Bis die Weichsel abfließt... Rückwärts, sinnlos... Und die durchnässten Schwärme ziehen weiter... weit weg...

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