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Glaube - mein Bestehen

Ede Staal

Credo-mien bestoan

Ik vroag de wind mor dij verstaait mie nait
Ik vroag de zee dij zingt heur aigen laid
Geef mie de nacht din heb ik onderdak
Doarom, doarom zing ik

Ik zai de vogels tegen d'oavendlucht
Ik denk mien leven in 'n vogelvlucht
Geef mie de nacht din heb ik onderdak
Doarom, doarom zing ik

Ik wait der is 'n tied van komen
En ook een tied van goan
En alles wat doar tussen ligt
Ja, dat is mien bestoan

Veur d'ain duurt 't leven veul te kort
Veur d'aander veul te laang
D'ain is blied dat 't zover is
En d'aander dij is baang

Ik mis dij naait meer bie mie binnen
't Wordt kolder om mie tou
En in mien menselekhaid vroag ik mie of
Woarom zo jong, zo gaauw

Soms vuil ik mie gelukkig
Din hang 'k aan mien bestoan
Din zing ik mit de vogels met
Din proat ik tegen de moan

Din binnen we mit zien baaiden
'k Zet alle klokken stil
En ik verneuk miezulf din weer
Want 'k wait dat dat nait wil

't Geluk liekt sums zo hail dicht bie
Din main ik dat 't ter is
En in mien aigenwiezeghaid
Din griep ik altied mis, mis, mis

Glaube - mein Bestehen

Ich frage den Wind, doch er versteht mich nicht
Ich frage das Meer, das sein eigenes Lied singt
Gib mir die Nacht, denn ich habe ein Dach über dem Kopf
Darum, darum singe ich

Ich sehe die Vögel gegen den Abendhimmel
Ich denke an mein Leben in einem Vogelzug
Gib mir die Nacht, denn ich habe ein Dach über dem Kopf
Darum, darum singe ich

Ich weiß, es gibt eine Zeit zum Kommen
Und auch eine Zeit zum Gehen
Und alles, was dazwischen liegt
Ja, das ist mein Bestehen

Für den einen ist das Leben viel zu kurz
Für den anderen viel zu lang
Der eine ist froh, dass es so weit ist
Und der andere ist bang

Ich vermisse dich nicht mehr bei mir drinnen
Es wird verrückt um mich herum
Und in meiner Menschlichkeit frage ich mich, ob
Warum so jung, so schnell

Manchmal fühle ich mich glücklich
Dann halte ich an meinem Bestehen fest
Dann singe ich mit den Vögeln und
Dann spreche ich mit dem Mond

Dann sind wir beide zusammen
Ich halte alle Uhren an
Und ich betrüge mich selbst wieder
Denn ich weiß, dass das nicht will

Das Glück scheint manchmal so nah bei mir
Dann meine ich, dass es da ist
Und in meiner eigenen Weise
Dann greife ich immer wieder daneben, daneben, daneben

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