395px

Fabel für Gardel

Horacio Ferrer

Fábula Para Gardel

Ayer me preguntaste, hijito mío,
Por primera vez,
Quién es
Ese gardel, ese fantasma
Tan arisco,
Empecinado
Con seguir guardado
En la cueva con asma
De su disco
Polvoriento.

Lo que yo sé,
Te lo cuento:
Algunas veces,
Cuando te has dormido,
Las noches en que hay pena
Llena,
Se aparece
Ese escondido
Duendo, medio juglar
Y medio loco,
Para matear
Con tu padre y conversar
Un poco.

Ah, si lo pudieras
Ver
Con su sencilla elegancia fantasmera,
A saber:
En una chalina ligera
De plumas de torcaza sola
Sus hombres arrebuja.
El traje es de
Cuerdas de guitarras españolas
Que
Alguna bruja
Ñata
Y hippie le ha tejido.

La corbata
Es de claveles
Encendidos,
Para abrigar los
Cascabeles
De su voz.
Y dos
Zapatos, muy de peregrino,
Que no son zapatos, sino
Que son caminos.

¿qué en dónde nació?
Hijo mío, ¡qué se yo!
De acuerdo a lo que el mismo me ha contado,
Parece que nació trepado
A una veleta
Niña
Que apuntaba al sur;
Y que un poeta
Y un gallito de riña
Y un augur
Le enseñaron a vivir
Y a sonreír.

Será por eso
Que salió un poco travieso
¿viste?
Como vos
Y, como yo,
Un cachito triste.

Su sonrisa,
Hijo, es una
Pícara y honda y rara
Raya de tiza
Iluminada con luz de la otra cara
De la luna.

Y canta, canta,
Canta con su voz de siete gritos,
Pero canta, siempre, con ese humilde modo
De quien tiene, por sabio, en la garganta,
Dos ojitos
Que han visto, ya, del hombre, todo, todo.

Su canto, te diría
Que parece
Un claro
Aljibe
En donde crecen
Los tangos pibes
Que no se cantaron,
Todavía;
Y, también, aquellos tangos que ya fueron,
Esos que escriben,
En el paragolpes de su camión,
Los camioneros
Del cerro y de constitución.

Después,
El alba ya,
A las cinco en punto,
Se me va. se va.

Y, tal vez,
En su forma melancólica de irse,
Se adivina, un cacho,
Que ese duende,
Tan muchacho,
Entiende
Mucho de un asunto
Muy sumamente serio, que es morirse.

Ayer me preguntaste, hijito mio,
Por primera vez,
Quién es
Ese carlitos, ese fantasma
Tan arisco,
Empecinado
Con seguir guardado
En la cueva con asma
De su disco.

Y entonces te conté
Cuanto sabía-

Mas hoy, mirándote,
Pensándote,
Besándote,
Sé un poco más.
Y es que el hijo
Del hijo
De tu hijo, un día,
Un día de junio soleado,
Frío y seco
Que vendrá,
Lo mismo que vos
Preguntará
Por él.

Y una caliente
Zafra de ecos,
Ecos de la voz de nuestra gente,
Ecos de tu voz
Chiquito, y de la mía,
Inexorablemente,
Contestará:
Gardel, gardel, gardel.

Fabel für Gardel

Gestern hast du mich gefragt, mein Kleiner,
Zum ersten Mal,
Wer ist
Dieser Gardel, dieser Geist,
So schüchtern,
Hartnäckig,
Der weiter verborgen
In der Höhle mit Asthma
Seiner staubigen
Platte bleibt.

Was ich weiß,
Erzähl ich dir:
Manchmal,
Wenn du eingeschlafen bist,
In den Nächten voller Trauer,
Voll,
Erscheint er,
Dieser Versteckte,
Ein Kobold, halb Gaukler
Und halb verrückt,
Um mit deinem Vater
Mate zu trinken und ein wenig
Zu plaudern.

Ach, wenn du ihn nur
Sehen könntest
Mit seiner schlichten, geisterhaften Eleganz,
Wusstest du:
In einem leichten Schal
Aus Taubenfedern
Hüllt er sich ein.
Der Anzug ist aus
Saiten spanischer Gitarren,
Die
Irgendeine Hexe
Mit einer Stupsnase
Und hippiehaft gewebt hat.

Die Krawatte
Ist aus brennenden
Nelken,
Um die
Glocken
Seiner Stimme zu wärmen.
Und zwei
Schuhe, ganz wie von einem Pilger,
Die keine Schuhe sind, sondern
Wegen.

Wo ist er geboren?
Mein Sohn, was weiß ich!
Laut dem, was er mir erzählt hat,
Scheint er auf einer Wetterfahne
Hoch oben
Geboren zu sein,
Die nach Süden zeigte;
Und ein Poet
Und ein Kampfhahn
Und ein Augur
Lehrten ihn zu leben
Und zu lächeln.

Vielleicht ist das der Grund,
Warum er ein wenig frech
Ist, siehst du?
Wie du
Und, wie ich,
Ein bisschen traurig.

Sein Lächeln,
Mein Sohn, ist eine
Schalkhafte, tiefe und seltsame
Kreidezeichnung,
Erleuchtet mit Licht von der anderen Seite
Des Mondes.

Und er singt, singt,
Singt mit seiner Stimme von sieben Schreien,
Aber er singt immer mit dieser bescheidenen Art
Von jemandem, der, weise, in der Kehle hat,
Zwei Augen,
Die schon alles, alles vom Menschen gesehen haben.

Sein Gesang, würde ich sagen,
Scheint
Ein klarer
Brunnen
Zu sein,
In dem die jungen Tangos
Wachsen,
Die noch nicht gesungen wurden;
Und auch die Tangos, die schon waren,
Die, die schreiben,
Auf der Stoßstange ihres Lastwagens,
Die Lkw-Fahrer
Vom Hügel und von der Verfassung.

Danach,
Der Morgen schon,
Pünktlich um fünf,
Vergeht er. Er vergeht.

Und vielleicht,
In seiner melancholischen Art zu gehen,
Ahnt man ein Stück,
Dass dieser Kobold,
So jung,
Viel versteht
Von einem Thema,
Das sehr ernst ist, nämlich zu sterben.

Gestern hast du mich gefragt, mein Kleiner,
Zum ersten Mal,
Wer ist
Dieser Carlitos, dieser Geist,
So schüchtern,
Hartnäckig,
Der weiter verborgen
In der Höhle mit Asthma
Seiner Platte bleibt.

Und dann habe ich dir erzählt,
Was ich wusste -

Doch heute, dich ansehend,
An dich denkend,
Dich küssend,
Weiß ich ein wenig mehr.
Und es ist so, dass der Sohn
Des Sohnes
Deines Sohnes, eines Tages,
An einem sonnigen Juni-Tag,
Kalt und trocken,
Der kommen wird,
Genau wie du
Fragen wird
Nach ihm.

Und eine heiße
Ernte von Echos,
Echos der Stimme unserer Leute,
Echos deiner Stimme,
Kleiner, und meiner,
Unaufhaltsam,
Wird antworten:
Gardel, Gardel, Gardel.