Libertango
Mi libertad me ama y todo el ser le entrego.
Mi libertad destranca la cárcel de mis huesos.
Mi libertad se ofende si soy feliz con miedo.
Mi libertad desnuda me hace el amor perfecto.
Mi libertad me insiste con lo que no me atrevo.
Mi libertad me quiere con lo que llevo puesto.
Mi libertad me absuelve si alguna vez la pierdo
por cosas de la vida que a comprender no acierto.
Mi libertad no cuenta los años que yo tengo,
pastora inclaudicable de mis eternos sueños.
Mi libertad me deja y soy un pobre espectro,
mi libertad me llama y en trajes de alas vuelvo.
Mi libertad comprende que yo me sienta preso
de los errores míos sin arrepentimiento.
Mi libertad quisieran el astro sin asueto
y el átomo cautivo, ser libre ¡qué misterio!
Ser libre. Ya en su vientre mi madre me decía
"ser libre no se compra ni es dádiva o favor".
Yo vivo del hermoso secreto de esta orgía:
si polvo fui y al polvo iré, soy polvo de alegría
y en leche de alma preño mi libertad en flor.
De niño la adoré, deseándola crecí,
mi libertad, mujer de tiempo y luz,
la quiero hasta el dolor y hasta la soledad.
Mi libertad me sueña con mis amados muertos,
mi libertad adora a los que en vida quiero.
Mi libertad me dice, de cuando en vez, por dentro,
que somos tan felices como deseamos serlo.
Mi libertad conoce al que mató y al cuervo
que ahoga y atormenta la libertad del bueno.
Mi libertad se infarta de hipócritas y necios,
mi libertad trasnocha con santos y bohemios.
Mi libertad es tango de par en par abierto
y es blues y es cueca y choro, danzón y romancero.
Mi libertad es tango, juglar de pueblo en pueblo,
y es murga y sinfonía y es coro en blanco y negro
Mi libertad es tango que baila en diez mil puertos
y es rock, malambo y salmo y es ópera y flamenco.
Mi libertango es libre, poeta y callejero,
tan viejo como el mundo, tan simple como un credo.
De niño la adoré, deseándola crecí,
mi libertad, mujer de tiempo y luz,
la quiero hasta el dolor y hasta la soledad.
Freiheitango
Meine Freiheit liebt mich und ich gebe ihr mein ganzes Sein.
Meine Freiheit öffnet das Gefängnis meiner Knochen.
Meine Freiheit ist beleidigt, wenn ich glücklich mit Angst bin.
Meine Freiheit, nackt, macht mir die perfekte Liebe.
Meine Freiheit drängt mich zu dem, was ich nicht wage.
Meine Freiheit liebt mich mit dem, was ich trage.
Meine Freiheit spricht mir die Schuld ab, wenn ich sie einmal verliere
wegen der Dinge des Lebens, die ich nicht begreifen kann.
Meine Freiheit zählt nicht die Jahre, die ich habe,
unbeirrbare Hirtin meiner ewigen Träume.
Meine Freiheit lässt mich los und ich bin ein armer Schatten,
meine Freiheit ruft mich und in Flügelkleidern kehre ich zurück.
Meine Freiheit versteht, dass ich mich gefangen fühle
von meinen eigenen Fehlern ohne Reue.
Meine Freiheit möchte den Stern ohne Rast
und das gefangene Atom, frei zu sein – welch ein Geheimnis!
Frei zu sein. Schon im Bauch sagte meine Mutter zu mir:
"Freiheit kauft man nicht, sie ist kein Geschenk oder Gefallen."
Ich lebe vom schönen Geheimnis dieser Orgie:
Wenn ich Staub war und zum Staub gehen werde, bin ich Staub der Freude
und in der Seele nähr' ich meine Freiheit in Blüte.
Als Kind verehrte ich sie, wuchs mit dem Wunsch nach ihr,
meine Freiheit, Frau von Zeit und Licht,
ich liebe sie bis zum Schmerz und bis zur Einsamkeit.
Meine Freiheit träumt von meinen geliebten Toten,
meine Freiheit verehrt die, die ich im Leben liebe.
Meine Freiheit sagt mir von Zeit zu Zeit innerlich,
wir sind so glücklich, wie wir es uns wünschen.
Meine Freiheit kennt den, der tötete, und den Raben,
der die Freiheit des Guten erdrückt und quält.
Meine Freiheit ist empört über Heuchler und Dummköpfe,
meine Freiheit wacht mit Heiligen und Bohemiens.
Meine Freiheit ist Tango, weit geöffnet,
und ist Blues, Cueca und Choro, Danzón und Romanze.
Meine Freiheit ist Tango, Spielmann von Dorf zu Dorf,
und ist Murga, Symphonie und ein Chor in Schwarz und Weiß.
Meine Freiheit ist Tango, der in zehntausend Häfen tanzt
und ist Rock, Malambo und Psalm und ist Oper und Flamenco.
Mein Freiheitango ist frei, Poet und Straßenkünstler,
so alt wie die Welt, so einfach wie ein Credo.
Als Kind verehrte ich sie, wuchs mit dem Wunsch nach ihr,
meine Freiheit, Frau von Zeit und Licht,
ich liebe sie bis zum Schmerz und bis zur Einsamkeit.