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Die Anklage

Inti-Illimani

La Denuncia

Ya está corrido el telón
La fiesta sigue su curso
Mi largo y triste discurso
Es parte de la función.

Les doy la continuación
Porque eso es lo prometido
Despéjense los sentidos
Y tengan comprobación.

La prueba será el testigo
Aquí la tengo en la mano
Pa' condenar al villano
Que tengo por enemigo.

Mis cantos desatan nudos
Aquí va el primer disparo.
No han de pasar por el aro
Mis versos por el saludo.

Hacia mediados de invierno
Cuando las noches son crudas
Vemos a tanta criatura
Peleando ya en este infierno
Más bien me venga la muerte
Que seguir viendo este ejemplo.

El pobre vive en silencio
Y sufre ya muy cruel castigo
De ver a sus diez chiquillos
En la miseria y el vicio.
Al borde del precipicio
Se está agusanando el trigo.

No puede ni el más flamante
Pasar en indiferencia
Si brilla en nuestra conciencia
Amor por los semejantes.

Es una infamia muy dura
Que no se salven del foso.
El dolor es oprobioso
Y pregunto de partida
Si la justicia en la vida
Existe pa' los rotosos.

Los llevan por el calvario
Cargados con una cruz
Les niegan hasta la luz
Los ciegan con su sudario
Los dejan sin los rosales
Sin aire y sin manantiales.

De qué nos sirven los templos
De qué el sol y el aire puro
Cuando su sol es oscuro
Y va caminando a tientas.
Necesito un lazarillo
Que me alumbre este tormento.

Die Anklage

Der Vorhang ist gefallen
Die Feier geht weiter
Meine lange und traurige Rede
Ist Teil der Vorstellung.

Ich gebe euch die Fortsetzung
Denn das ist, was versprochen wurde
Räumt eure Sinne frei
Und lasst euch überzeugen.

Der Beweis wird der Zeuge sein
Hier halte ich ihn in der Hand
Um den Bösewicht zu verurteilen
Den ich als Feind habe.

Meine Lieder lösen Knoten
Hier kommt der erste Schuss.
Sie werden nicht durch den Ring springen
Meine Verse zum Gruß.

Gegen Mitte des Winters
Wenn die Nächte hart sind
Sehen wir so viele Kreaturen
Bereits in dieser Hölle kämpfen.
Lieber möge der Tod mich holen
Als weiterhin dieses Beispiel zu sehen.

Der Arme lebt in Stille
Und leidet schon unter grausamer Strafe
Zu sehen, wie seine zehn Kinder
In Elend und Laster leben.
Am Rand des Abgrunds
Verfault der Weizen.

Nicht einmal der Glanzvollste
Kann gleichgültig vorbeigehen
Wenn in unserem Gewissen
Liebe für die Mitmenschen leuchtet.

Es ist eine sehr harte Schande
Dass sie nicht aus dem Graben gerettet werden.
Der Schmerz ist beschämend
Und ich frage von Anfang an
Ob es Gerechtigkeit im Leben gibt
Für die, die am Boden sind.

Sie führen sie durch das Calvarium
Beladen mit einem Kreuz
Sie verweigern ihnen sogar das Licht
Sie blenden sie mit ihrem Leichentuch
Sie lassen sie ohne Rosen
Ohne Luft und ohne Quellen.

Wozu dienen uns die Tempel
Wozu die Sonne und die reine Luft
Wenn ihre Sonne dunkel ist
Und tastend weitergeht.
Ich brauche einen Führer
Der mir dieses Leid erhellt.

Escrita por: Luis Advis / Violeta Parra