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Rotkäppchen

Ismael Serrano

Caperucita

Caperucita sólo tiene dieciséis
primaveras sin flores, papá le dice: "Ven.
Caperucita eres joven y tienes que aprender
a ocuparte de la casa, que serás una mujer.

Para que seas buena esposa
y no envejezcas sola,
en la cama y la cocina has de saber
alegrar a tu marido y cuidar a cada hijo,
que te atrapa tu destino,
que has de ser madre y esposa".
Y la pobre Caperucita llora.

"Quiero volar, lejos de aquí escapar.
Dime, mi bien, quién me llorará
si me dan alas y echo a volar.
Quiero dormir, no quiero despertar,
quiero ser la lluvia al otro lado del cristal,
quizás alguien me espere en la oscuridad".

Una fría tarde Caperucita iba
a casa de su abuela a llevarle comida,
cuando se encontró con un lobo feroz.
Dime dónde vas niña, que te acompaño yo.

La muchacha se supo perdida.
Gritaba Caperucita
mientras la devoraba el lobo.
Bajo la falda del vestido
estallaron los dormidos
sueños que en la noche
la mantenían viva. Pobre Caperucita.

"Quiero volar, lejos de aquí escapar.
Dime, mi bien, quién me llorará
si me dan alas y echo a volar.
Quiero dormir, no quiero despertar,
quiero ser la lluvia al otro lado del cristal,
quizás alguien me espere en la oscuridad".

Una gris mañana Caperucita se casó,
vestida de blanco, bella como una flor.
Su marido, muy elegante, otro lobo feroz,
y su padre orgulloso lloraba de emoción.

Ahora cada noche el lobo la devora,
clava sus dientes, y llora
Caperucita mientras espera a que un aullido
le diga que el dormido animal despertó.
Después descansa tranquilo el malvado lobo feroz.

La cara de Caperucita alumbra una sonrisa
mientras mece una cuna. En ella está una niña,
quizás futura oveja para un lobo feroz,
a no ser que afortunada la rescate tu amor.

Caperucita la arrulla contra el pecho
y un murmullo lento, lleno
de esperanza y vida,
canta Caperucita.

"Quiero volar, lejos de aquí escapar.
Dime, mi bien, quién me llorará
si me dan alas y echo a volar.
Quiero dormir, no quiero despertar,
quiero ser la lluvia al otro lado del cristal,
quizás alguien me espere en la oscuridad.

Quiero volar".

Rotkäppchen

Rotkäppchen ist erst sechzehn
Frühlinge ohne Blumen, sagt der Papa: "Komm.
Rotkäppchen, du bist jung und musst lernen,
dich um das Haus zu kümmern, denn du wirst eine Frau.

Damit du eine gute Ehefrau bist
und nicht allein alt wirst,
musst du im Bett und in der Küche wissen,
wie du deinen Mann erfreust und jedes Kind versorgst,
das dein Schicksal fängt,
du musst Mutter und Ehefrau sein."
Und das arme Rotkäppchen weint.

"Ich will fliegen, weit weg hier entkommen.
Sag mir, mein Lieber, wer wird um mich weinen,
wenn ich Flügel bekomme und davonfliege?
Ich will schlafen, will nicht aufwachen,
will der Regen auf der anderen Seite des Glases sein,
vielleicht wartet jemand in der Dunkelheit auf mich."

An einem kalten Nachmittag ging Rotkäppchen
zu ihrer Großmutter, um ihr Essen zu bringen,
als sie einem wilden Wolf begegnete.
Sag mir, wohin gehst du, Mädchen, ich begleite dich.

Das Mädchen wusste, dass sie verloren war.
"Hilfe!" rief Rotkäppchen,
während der Wolf sie verschlang.
Unter dem Rock des Kleides
platzten die schlafenden
Träume, die sie in der Nacht
am Leben hielten. Armes Rotkäppchen.

"Ich will fliegen, weit weg hier entkommen.
Sag mir, mein Lieber, wer wird um mich weinen,
wenn ich Flügel bekomme und davonfliege?
Ich will schlafen, will nicht aufwachen,
will der Regen auf der anderen Seite des Glases sein,
vielleicht wartet jemand in der Dunkelheit auf mich."

An einem grauen Morgen heiratete Rotkäppchen,
gekleidet in Weiß, schön wie eine Blume.
Ihr Mann, sehr elegant, ein weiterer wilder Wolf,
und ihr Vater weinte stolz vor Freude.

Jetzt verschlingt der Wolf sie jede Nacht,
verbeißt sich in sie und weint,
Rotkäppchen, während sie darauf wartet, dass ein Heulen
ihm sagt, dass das schlafende Tier erwacht ist.
Danach ruht der böse, wilde Wolf friedlich.

Das Gesicht von Rotkäppchen strahlt ein Lächeln aus,
während sie eine Wiege schaukelt. Darin liegt ein Mädchen,
vielleicht ein zukünftiges Schaf für einen wilden Wolf,
sofern dein Glück sie rettet.

Rotkäppchen wiegt sie an die Brust
und ein langsames Murmeln, voller
Hoffnung und Leben,
singt Rotkäppchen.

"Ich will fliegen, weit weg hier entkommen.
Sag mir, mein Lieber, wer wird um mich weinen,
wenn ich Flügel bekomme und davonfliege?
Ich will schlafen, will nicht aufwachen,
will der Regen auf der anderen Seite des Glases sein,
vielleicht wartet jemand in der Dunkelheit auf mich.

Ich will fliegen."

Escrita por: Ismael Serrano