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Madrugaba des Grafen Olinos

Joaquín Díaz

Madrugaba Del Conde Olinos

Madrugaba el Conde Olinos
Mañanita de San Juan
A dar agua a su caballo
A las orillas del mar

Mientras el caballo bebe
Canta un hermoso cantar
Las aves que iban volando
Se paraban a escuchar

Bebe mi caballo bebe
Dios te le libre de mal
De los vientos de la tierra
Y de las furias del mar

La reina lo estaba oyendo
Desde su palacio real
Mira hija como canta
La sirena de la mar

No es la sirenita madre
Que esa tiene otro cantar
Es la voz del Conde Olinos
Que me canta a mí un cantar

Si es la voz del Conde Olinos
Yo le mandaré matar
Que para casar contigo
Le falta la sangre real

No le mande matar madre
No le mande usted matar
Que si mata al Conde Olinos
A mí la muerte me da

Guardias mandaba la reina
Al Conde Olinos buscar
Que le maten a lanzadas
Y echen su cuerpo a la mar

La infantina con gran pena
No dejaba de llorar
El murió a la media noche
Y ella a los gallos cantar

A ella como hija de reyes
La entierran en el altar
Y a él como hijo de condes
Cuatro pasos más atrás

De ella nació un rosal blanco
De él nació un espino alvar
Crece el uno, crece el otro
Los dos se van a juntar

La reina, llena de envidia
Ambos los mandó cortar
El galán que los cortaba
No dejaba de llorar

De ella naciera una garza
De él un fuerte gavilán
Juntos vuelan por el cielo
Juntos se van a posar

Madrugaba des Grafen Olinos

Der Graf Olinos erwachte früh
An einem Morgen in San Juan
Um seinem Pferd Wasser zu geben
Am Ufer des Meeres

Während das Pferd trinkt
Singt er ein wunderschönes Lied
Die Vögel, die vorbeiflogen
Blieben stehen, um zuzuhören

Trink, mein Pferd, trink
Gott beschütze dich vor Übel
Vor den Winden der Erde
Und den Stürmen des Meeres

Die Königin hörte es
Von ihrem königlichen Palast
Sieh, Tochter, wie er singt
Die Sirene des Meeres

Es ist nicht die kleine Sirene, Mutter
Denn die hat ein anderes Lied
Es ist die Stimme des Grafen Olinos
Die mir ein Lied singt

Wenn es die Stimme des Grafen Olinos ist
Werde ich ihn töten lassen
Denn um dich zu heiraten
Fehlt ihm das königliche Blut

Lass ihn nicht töten, Mutter
Lass ihn nicht töten
Denn wenn du den Grafen Olinos tötest
Bringt mich der Tod um

Die Königin befahl den Wachen
Den Grafen Olinos zu suchen
Dass sie ihn mit Lanzen töten
Und seinen Körper ins Meer werfen

Die Prinzessin weinte sehr
Hörte nicht auf zu weinen
Er starb um Mitternacht
Und sie beim Krähen des Hahns

Sie, als Tochter von Königen
Wurde am Altar beigesetzt
Und er, als Sohn von Grafen
Vier Schritte weiter hinten

Aus ihr wuchs ein weißer Rosenstrauch
Aus ihm ein starker Dornbusch
Der eine wächst, der andere wächst
Beide werden sich vereinen

Die Königin, voller Neid
Ließ beide schneiden
Der Liebhaber, der sie schnitt
Hörte nicht auf zu weinen

Aus ihr entstand ein Reiher
Aus ihm ein starker Habicht
Gemeinsam fliegen sie am Himmel
Gemeinsam landen sie.

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