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Die Gayola

Julio Sosa

La Gayola

¡no te asustes ni me huyas!... no he venido pa' vengarme
Si mañana, justamente, yo me voy pa' no volver...
He venido a despedirme y el gustazo quiero darme
De mirarte frente a frente y en tus ojos contemplarme,
Silenciosa, largamente, como me miraba ayer...

He venido pa'que juntos recordemos el pasado
Como dos buenos amigos que hace rato no se ven;
A acordarme de aquel tiempo en que yo era un hombre honrado
Y el cariño de mi madre era un poncho que había echado
Sobre mi alma noble y buena contra el frío del desdén.

Una noche fue la muerte quien vistió mi alma de duelo
A mi tierna madrecita la llamó a su lado dios...
Y en mis sueños parecía que la pobre, desde el cielo,
Me decía que eras buena, que confiara siempre en vos.

Pero me jugaste sucio y, sediento de venganza...
Mi cuchillo en un mal rato envainé en un corazón...
Y, más tarde, ya sereno, muerta mi única esperanza,
Unas lágrimas amargas las sequé en un bodegón.

Me encerraron muchos años en la sórdida gayola
Y una tarde me libraron... pa' mi bien...o pa' mi mal...
Fui sin rumbo por las calles y rodé como una bola;
Por la gracia de un mendrugo, ¡cuantas veces hice cola!
Las auroras me encontraron largo a largo en un umbral.

Hoy ya no me queda nada; ni un refugio...¡estoy tan pobre!
Solamente vine a verte pa' dejarte mi perdón...
Te lo juro; estoy contento que la dicha a vos te sobre...
Voy a trabajar muy lejos...a juntar algunos cobres
Pa' que no me falten flores cuando esté dentro 'el cajón

Die Gayola

Hab keine Angst und lauf nicht weg!... Ich bin nicht gekommen, um mich zu rächen.
Wenn ich morgen gehe, um nie wiederzukommen...
Ich bin gekommen, um mich zu verabschieden und mir den Spaß zu gönnen,
Dich von Angesicht zu Angesicht zu sehen und in deinen Augen zu verweilen,
Schweigend, lange, so wie du mich gestern angesehen hast...

Ich bin gekommen, damit wir gemeinsam an die Vergangenheit denken,
Wie zwei gute Freunde, die sich lange nicht gesehen haben;
Um mich an die Zeit zu erinnern, als ich ein ehrlicher Mann war,
Und die Zuneigung meiner Mutter war ein Poncho, den sie über
Meine edle und gute Seele gegen die Kälte der Verachtung gelegt hat.

Eines Nachts war es der Tod, der meine Seele in Trauer hüllte,
Meine liebe Mutter wurde von Gott an seine Seite gerufen...
Und in meinen Träumen schien es, als würde die Arme, von oben,
Mir sagen, dass du gut bist, dass ich immer auf dich vertrauen soll.

Aber du hast mich hintergangen und, durstig nach Rache...
Habe ich mein Messer in einem unbedachten Moment in ein Herz gestoßen...
Und später, als ich wieder ruhig war, meine einzige Hoffnung tot,
Wischte ich mir die bitteren Tränen in einer Kneipe ab.

Viele Jahre haben sie mich in der schmutzigen Gayola eingesperrt,
Und eines Nachmittags haben sie mich befreit... zu meinem Besten... oder zu meinem Schlimmsten...
Ich ging ziellos durch die Straßen und rollte wie ein Ball;
Durch die Gnade eines Stücks Brot, wie oft stand ich Schlange!
Die Morgen fanden mich lang und breit an einer Schwelle.

Heute bleibt mir nichts mehr; kein Zufluchtsort... ich bin so arm!
Ich bin nur gekommen, um dich zu sehen, um dir meine Vergebung zu hinterlassen...
Ich schwöre es; ich bin froh, dass das Glück dir zuteilwird...
Ich werde weit weg arbeiten... um ein paar Groschen zu sammeln,
Damit mir keine Blumen fehlen, wenn ich im Sarg liege.

Escrita por: Rafael Tuegols / Armando Tagini