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El Matrimonio

Karsten Troyke

Die Ehe

Glaubst du denn die ehe ist ein spaß?
Frag mal die mamas und die papas!
Schon dante alighieri schrieb vor jahren:
“ihr, die ihr in die ehe eintretet
Lasset alle hoffnung fahren!“

Man hat sich, doch man stört sich nicht
Besitzt sich, doch gehört sich nicht
Damit man das verstehe
Bezeichnet man's als ehe

Man ruft sich, doch erregt sich nicht
Befühlt sich, doch bewegt sich nicht
Verblüfft und überrascht sich nicht
Verleitet und vernascht sich nicht

Man geht sich auf die nerven
Und möcht' sich gern bewerfen
Und lächelt nur im traum noch
Und unterm weihnachtsbaum noch

Man küsst sich nicht und schmiegt sich nicht
Und will sich nicht und kriegt sich nicht
Und lebt sein leben nur grau in grau
Und träumt sich
Und träumt sich
Ganz tief in eine andere frau

Und man sagt auf schritt und tritt:
„ich mach' das nicht mehr lange mit!“

Und doch macht man's noch lange mit
Macht küsse auf die wange mit
Und händedruck und veilchen –
Erspar mir die detailchen

Man streitet nicht, verwundet nicht
Erkrankt nicht und gesundet nicht
Und zetert nicht und flötet nicht
Und rettet nicht und tötet nicht

Man greift zum alkohole
Und denkt an die pistole
Und hofft auf keine kinder
Und spendet für die inder

Und sieht, wie alles grässlich wird
Und wie man selber hässlich wird
Und ekelt sich vorm unterleib
Und träumt sich
Und träumt sich
Ganz tief in ein anderes weib

Und man sagt sich ins gesicht:
„ich will das nicht, ich will das nicht!

Ich will das nicht!“ und fügt sich doch
Und foltert und belügt sich noch
Man kauft sich einen pudel
Und säuft zum frühstück sprudel

Man zählt schon keine träne mehr
Und schmiedet keine pläne mehr
Und fragt nicht, wie das wetter ist
Und frisst, bis man noch fetter ist

Man schuftet und ruiniert sich,
Statt zwanzig, raucht man vierzig
Dann spricht man einen priester –
Und wird noch viel vermiester

Dann hört man mit dem hadern auf
Und schneidet sich die adern auf
Und hängt sich an einen lindenbaum
Und träumt sich
Und träumt sich
Hinaus aus seinem traum

El Matrimonio

¿Crees que el matrimonio es un chiste?
¡Pregúntale a las mamás y a los papás!
Incluso Dante Alighieri escribió hace años:
“Aquellos que entran en matrimonio
¡Abandonen toda esperanza!”

Uno se tiene, pero no se molesta
Se posee, pero no se pertenece
Para entenderlo
Se le llama matrimonio

Uno se llama, pero no se excita
Se toca, pero no se mueve
No se sorprende ni se asombra
No se seduce ni se engaña

Uno se saca de quicio
Y quisiera lanzarse cosas
Y solo sonríe en sueños
Y debajo del árbol de Navidad

No se besa ni se acurruca
No se desea ni se consigue
Y se vive la vida en gris
Y se sueña
Y se sueña
Profundamente con otra mujer

Y en cada paso se dice:
“¡No aguantaré esto por mucho tiempo más!”

Y sin embargo, se aguanta mucho más
Da besos en la mejilla
Y apretones de manos y morados –
Ahorra los detalles

No se pelea, no se hiere
No se enferma ni se cura
No se queja ni se alegra
No salva ni mata

Se recurre al alcohol
Y se piensa en la pistola
Y no se espera hijos
Y se dona para los niños

Y se ve cómo todo se vuelve horrible
Y cómo uno mismo se vuelve feo
Y se asquea de los genitales
Y sueña
Y sueña
Profundamente con otra mujer

Y se dice a sí mismo:
“¡No quiero esto, no quiero esto!

¡No quiero esto!” y aún así se somete
Y se tortura y se engaña
Se compra un caniche
Y bebe agua con gas de desayuno

Ya no se cuentan lágrimas
Ni se hacen planes
Ni se pregunta por el clima
Y se come hasta engordar más

Uno trabaja y se arruina
En lugar de veinte, fuma cuarenta
Luego habla con un sacerdote –
Y se arruina aún más

Luego se deja de luchar
Y se corta las venas
Y se cuelga de un tilo
Y sueña
Y sueña
Fuera de su sueño

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