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Der Karau

Mario Bofill

El Carau

Amigos y camaradas
que me quieran escuchar,
voy a contar el suceso
que le aconteció al Karãu.

Estando la madre enferma
remedio salió a buscar
encontró una concurrencia
y allí se quedó a bailar.

Bailando estaba en la fiesta
con la guaimita mejor,
al oído le decía
que no desprecie su amor.

Allá por la medianoche
heteve jave ovy'a,
un amigo que llegaba
muy triste le supo hablar

Disculpe, amigo Karãu
anive rejeroky
aru ndeve la noticia
omano hague nde sy.

No importa, mi buen amigo,
yo el baile no he de dejar
[embopu katu la polca]
si omanórõ ya, omanóma
hay tiempo para llorar.

cansado al fin de bailar
llegando la aurora
el le dise asu guanita:
hetaitéma rohayhu
mamoitépa oime nde róga.

La dama le contestó:
che róga oî mombyry
rehosérõ che rendápe
ehecha rangue de sy.

Al oír estas palabras
Karãu y se despidió
se fue llorando y diciendo
mi madre ya se murió...

Ko ãga katu aháne
aikóne por los esteros
ha upépe katu amoîne
para siempre luto entero.

Por haber sido mal hijo
castigo le dio el Tupã
le puso un plumaje negro
y le condenó a llorar.

Der Karau

Freunde und Kameraden
wenn ihr mir zuhören wollt,
werde ich euch erzählen
was dem Karau widerfuhr.

Während die Mutter krank war
suchte er nach einem Heilmittel,
fand eine Versammlung
und blieb dort zum Tanzen.

Er tanzte auf der Feier
mit dem besten Mädchen,
flüsterte ihr ins Ohr,
dass sie seine Liebe nicht verachten soll.

Gegen Mitternacht
kam ein Freund, ganz traurig,
und sprach zu ihm,
was ihm die Nachricht brachte.

Entschuldige, Freund Karau,
ich habe eine schlechte Nachricht,
leider ist die Botschaft,
dass deine Mutter gestorben ist.

Es ist egal, mein guter Freund,
ich werde das Tanzen nicht aufgeben,
[lass uns die Polka tanzen]
wenn sie gestorben ist, ist sie tot,
wir haben Zeit zum Weinen.

Müde vom Tanzen,
als die Morgendämmerung kam,
sprach er zu seiner Geliebten:
"Ich liebe dich sehr,
wo ist dein Zuhause?"

Die Dame antwortete:
"Mein Zuhause ist weit weg,
wenn du mich suchst,
schau einfach nach meiner Mutter."

Als er diese Worte hörte,
verabschiedete sich Karau,
ging weinend und sagend:
"Meine Mutter ist schon gestorben..."

Jetzt aber, oh weh,
lebe ich an den Sümpfen
und dort bleibt es für immer
in voller Trauer.

Weil er ein schlechter Sohn war,
bestrafte ihn Tupã,
legte ihm ein schwarzes Gefieder an
und verurteilte ihn zum Weinen.

Escrita por: Mario Bofill