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Die Statuen

Mercedes Sosa

Las Estatuas

Cuando llueve me dan no sé qué las estatuas.
Nunca pueden salir en pareja con paraguas,
y se quedan como en penitencia, solitarias.

Señalando la fatalidad en las plazas,
miran serias pasar cochecitos y mucamas.
No se ríen porque no tuvieron nunca infancia.

Marionetas grandes, quietas, con ellas no juega nadie.
Pero si una sombra mala para siempre las borrase,
qué dolor caería sobre Buenos Aires.

Cuando llueve y me voy a dormir las estatuas
velan pálidas hasta que llegue la mañana,
y del sueño de los pajaritos son guardianas.

Su memoria procuran decir sin palabras
y nos piden la poca limosna de mirarlas
cuando quieren contarnos un cuento de la Patria.

Die Statuen

Wenn es regnet, weiß ich nicht, was mit den Statuen los ist.
Sie können nie zu zweit mit einem Regenschirm rausgehen,
und bleiben wie in Buße, einsam.

Sie zeigen auf das Unheil auf den Plätzen,
schauen ernst, während Kinderwagen und Dienstmädchen vorbeigehen.
Sie lachen nicht, weil sie niemals eine Kindheit hatten.

Große Marionetten, still, mit ihnen spielt niemand.
Aber wenn ein böser Schatten sie für immer auslöschen würde,
würde ein Schmerz über Buenos Aires hereinbrechen.

Wenn es regnet und ich schlafen gehe, wachen die Statuen
blass, bis der Morgen kommt,
und sind die Wächter des Traums der Vögel.

Ihre Erinnerung versuchen sie ohne Worte zu erzählen
und bitten uns um das kleine Almosen, sie anzusehen,
wenn sie uns eine Geschichte über die Heimat erzählen wollen.

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