Así Soy (Milonga)
Con medio siglo llevando
Guitarra y versos a cuestas
Soy como un Sol que se acuesta
Pero que sigue alumbrando
Lo que he sembrado cantando
Lo recogí en emociones
Y el fruto de mis canciones
Son espigas de amistad
Pues hice altar de humildad
En todos los corazones
De que soy fruto maduro
Mi presencia lo atesigua
Soy mojón de patria antigua
Para un siglo de futuro
Soy de estirpe de indio puro
Por varias generaciones
Y mis gauchas convicciones
En esta advertencia queda
Que sostendré mientras pueda
Afirmarme en los talones
Por eso a tranco de viejo
No apuro mi caminata
Fuego lento no arrebata
Y asa el costillar parejo
Despacio se llega lejos
Yo cumplí con mi destino
Y ya viejo yo me inclino
Igual que sauce llorón
Soy lo mesmo que un mojón
Que está indicando el camino
En cualquier atropellada
Ni reculo ni me agacho
Soy palenque de quebracho
Que aguanta cualquier sentada
Tengo el alma bien templada
Y el que quiera esta carrera
Copármela desde afuera
Va este consejo entre otro
Lazo de seis y bota de potro
No es pa'que use cualquiera
Y aquí dejo la experiencia
De más de setenta inviernos
Y espero el descanso eterno
Sin más juez que mi conciencia
Solo dejaré de herencia
La honradez de lo vivido
Y al fin de mi recorrido
Como el árbol moriré
Sin fuerzas, pero de pie
En guardia: No estoy vencido
So bin ich (Milonga)
Mit einem halben Jahrhundert
Gitarre und Verse auf den Schultern
Bin ich wie eine Sonne, die sich niederlegt
Doch weiterhin strahlt
Was ich gesät habe, indem ich sang
Ich habe es in Emotionen gesammelt
Und die Früchte meiner Lieder
Sind Ähren der Freundschaft
Denn ich habe einen Altar der Demut errichtet
In allen Herzen
Dass ich reife Frucht bin
Meine Anwesenheit bezeugt es
Ich bin ein Zeichen einer alten Heimat
Für ein Jahrhundert der Zukunft
Ich stamme aus reinem Indianergeschlecht
Über mehrere Generationen
Und meine gauchischen Überzeugungen
In dieser Warnung bleibt es
Dass ich festhalten werde, solange ich kann
Mich auf den Fersen behaupten
Deshalb gehe ich in alten Schritten
Eile nicht in meinem Gang
Langsame Flamme reißt nicht
Und brät das Fleisch gleichmäßig
Langsam kommt man weit
Ich habe mein Schicksal erfüllt
Und als alter Mann neige ich mich
Genauso wie eine weinende Weide
Bin ich das gleiche wie ein Zeichen
Das den Weg weist
In jedem Übergriff
Weder weiche ich zurück noch ducke ich mich
Ich bin ein Pfahl aus Quebracho
Der jede Belastung aushält
Ich habe die Seele gut geformt
Und wer dieses Rennen will
Soll es mir von außen nehmen
Hier ist dieser Rat unter anderem
Seil aus sechs und Stiefel eines Fohlens
Das ist nicht für jedermann
Und hier lasse ich die Erfahrung
Von mehr als siebzig Wintern
Und ich erwarte die ewige Ruhe
Ohne weiteren Richter als mein Gewissen
Nur werde ich als Erbe hinterlassen
Die Ehrlichkeit des Erlebten
Und am Ende meines Weges
Werde ich wie der Baum sterben
Ohne Kraft, aber aufrecht
In Bereitschaft: Ich bin nicht besiegt