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Wechselbalg

Rubén Juárez

Cambalache

Que el mundo fue y será una porquería
Ya lo sé
En el quinientos seis

Y en el dos mil también
Que siempre ha habido chorros
Maquiavelos y estafaos
Contentos y amargaos
Valores y dublé
Pero que el siglo veinte
Es un despliegue de maldad insolente
Ya no hay quién lo niegue
Vivimos revolcaos en un merengue
Y en un mismo lodo
Todos manosean
Hoy resulta que es lo mismo ser derecho que traidor
Ignorante, sabio, chorro, generoso o estafador
Todo es igual, nada es mejor
Lo mismo un burro que un gran profesor
No hay aplazados ni escalafón
Los inmorales nos han igualao
Si uno vive en la impostura
Y otro roba en su ambición
Da lo mismo que si es cura
Colchonero, rey de bastos
Cara dura o polizón
Pero qué falta de respeto
Qué atropello a la razón
Cualquiera es un señor, cualquiera es un ladrón
Mezclado con stravinsky, va don Bosco y ladiñon
Don Chicho y Napoleón, Carrera y San Martín
Igual que en la vidriera irrespetuosa de los cambalaches
Se ha mezclao la vida
Y herida por un sable sin remache
Ves llorar la Biblia contra un calefon
Siglo veinte cambalache problemático y febril
El que no llora no mama y el que no afana es un gil
Dale nomás, dale que va
que allá en el horno nos vamo'a encontrar
No pienses más, sentate a un lado
Que a nadie importa si naciste honrao
Es lo mismo el que labura noche y día como un buey
Que el que vive de los otros, que el que mata
que el que cura o está fuera de la ley

Wechselbalg

Dass die Welt war und sein wird ein Dreck
Weiß ich schon
Im fünfzehnten Jahrhundert

Und im Jahr zweitausend auch
Es gab immer schon Gauner
Machthungrige und Betrüger
Frohe und Bittere
Werte und Fälschungen
Doch das zwanzigste Jahrhundert
Ist ein Aufeinandertreffen von dreister Bosheit
Niemand kann es leugnen
Wir leben verwickelt in einem Durcheinander
Und im gleichen Schlamm
Fassen alle an
Heute stellt sich heraus, dass es dasselbe ist, ob man rechtschaffen oder verräterisch ist
Unwissend, weise, Gauner, großzügig oder Betrüger
Alles ist gleich, nichts ist besser
Das gleiche ein Esel wie ein großer Professor
Es gibt keine Versetzungen oder Rangordnung
Die Unmoralischen haben uns gleich gemacht
Wenn einer in der Heuchelei lebt
Und der andere in seiner Gier stiehlt
Ist es egal, ob er Priester ist
Matratzenmacher, König der Stiche
Frechheit oder blinder Passagier
Aber was für ein Mangel an Respekt
Was für ein Übergriff auf die Vernunft
Jeder ist ein Herr, jeder ist ein Dieb
Vermischt mit Stravinsky, geht Don Bosco und Ladiñon
Don Chicho und Napoleon, Carrera und San Martín
Genauso wie in der respektlosen Auslage der Wechselbälge
Hat sich das Leben vermischt
Und verwundet von einem ungeschliffenen Säbel
Siehst du die Bibel gegen einen Heizofen weinen
Zwanzigstes Jahrhundert, problematischer und fieberhafter Wechselbalg
Wer nicht weint, bekommt nichts, und wer nicht stiehlt, ist ein Trottel
Mach einfach weiter, mach weiter, es geht los
Denn dort im Ofen werden wir uns treffen
Denk nicht mehr nach, setz dich zur Seite
Es interessiert niemanden, ob du ehrenhaft geboren wurdest
Es ist dasselbe, ob derjenige Tag und Nacht wie ein Ochse arbeitet
Oder derjenige, der von anderen lebt, der tötet
Der heilt oder außerhalb des Gesetzes steht.

Escrita por: Enrique Santos Discépolo