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Gefährtin

Silvio Rodriguez

Compañera

La canción es la amiga que me arropa y después me desabriga
La más clara y obscura, la más verde y madura
La más íntima, la más indiscreta
La canción me da todo, aunque no me respeta

Se me entrega feliz cuando me viola
La canción es la ola que me eleva y me hunde
Que me fragua lo mismo que me funde
La canción compañera, virginal y ramera, la canción

Comenzamos un día por los tiempos de siempre y todavía
Comenzamos felices a juntar cicatrices
Como buenas señales de los años
Y, peldaño a peldaño, levantamos paisaje

Sin excusa, sin ruego y sin ultraje
¿Quién se atreve a decirme que debo arrepentirme
De la esperma quemante que me trajo?
Porque sangra de abajo yo no vendo ni rajo mi pasión

Entre drama y comedia he llegado trovando a la edad media
Torpe, pero sincero, aún no soy caballero
Y que el cielo me libre de cordura
No me embriaga la altura ni me aburren los sueños

No es por moda que estallo y que me empeño
El amor sigue en brete y el camino a machete
Más no lloro por tal ni me amilano
Si conservo mis manos, mi sudor y el humano corazón

Gefährtin

Das Lied ist die Freundin, die mich umarmt und dann wieder entblößt
Die klarste und dunkelste, die grünste und reifste
Die intimste, die unverschämteste
Das Lied gibt mir alles, auch wenn es mich nicht respektiert

Es gibt sich mir glücklich hin, wenn es mich verletzt
Das Lied ist die Welle, die mich hebt und mich ertränkt
Die mir das Gleiche schmiedet, was mich schmilzt
Die Gefährtin, jungfräulich und liederlich, das Lied

Wir fingen eines Tages an, wie immer und immer noch
Wir begannen glücklich, Narben zu sammeln
Als gute Zeichen der Jahre
Und, Schritt für Schritt, schufen wir Landschaften

Ohne Ausrede, ohne Flehen und ohne Schande
Wer wagt es mir zu sagen, dass ich mich schämen soll
Für das brennende Sperma, das mich brachte?
Weil es von unten blutet, verkaufe ich nicht und schneide ich nicht meine Leidenschaft

Zwischen Drama und Komödie bin ich angekommen, singend im Mittelalter
Ungeschickt, aber ehrlich, bin ich noch kein Ritter
Und möge der Himmel mich vor Vernunft bewahren
Die Höhe berauscht mich nicht und die Träume langweilen mich nicht

Es ist nicht aus Mode, dass ich explodiere und mich anstrenge
Die Liebe bleibt in der Klemme und der Weg ist mit Machete
Doch ich weine nicht darüber und lasse mich nicht einschüchtern
Wenn ich meine Hände, meinen Schweiß und das menschliche Herz bewahre

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