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Legende

Silvio Rodriguez

Leyenda

Al amanecer
algunos ojos eran de la oscuridad
y huyeron hacia las tinieblas del ayer
con un puñado de semillas por sembrar,
con un puñado de promesas por crecer
y amar.

Pero salió el sol
y se elevo sobre la tierra siempre más,
secando el frío nocturnal, dando calor,
regocijando al mundo con su prodigar,
urgiendo al viento un poderoso corazón
de amar.

Y su luz subió
saltando las montañas, traspasando el mar,
regando al mundo con su cálida verdad,
su cálida razón,
esparciendo la claridad como una estación.

Era bello el sol
que se elevaba sobre el mundo siempre más
con su destierro de nevada, su canción,
su semillero en jubiloso despertar,
erguido al viento el poderoso corazón
de amar.

Y su luz llegó
al reino oscuro, a las torres del ayer
y la simiente arrebatada de su amor
sintiose renacer
al contacto de su calor y su quehacer.

Luego al final,
a la hora en que se suponía atardecer,
sintieron que la luz quedo en su respirar
como una sangre de la atmósfera, un poder,
un pacto eterno con la claridad solar,
con la claridad solar,
con ser.

Legende

Am Morgen
waren einige Augen der Dunkelheit
und flohen in die Schatten von gestern
mit einer Handvoll Samen zum Säen,
mit einer Handvoll Versprechen zum Wachsen
und Lieben.

Doch die Sonne ging auf
und erhob sich über die Erde immer mehr,
trocknete die nächtliche Kälte, spendete Wärme,
freute die Welt mit ihrem Überfluss,
trieb den Wind mit einem mächtigen Herzen
zu lieben.

Und ihr Licht stieg auf
über die Berge, durchquerte das Meer,
bewässerte die Welt mit ihrer warmen Wahrheit,
ihrem warmen Grund,
verbreitete die Klarheit wie eine Jahreszeit.

Die Sonne war schön,
als sie sich über die Welt immer mehr erhob
mit ihrem Verbannten aus Schnee, ihrem Lied,
ihrem Saatgut im freudigen Erwachen,
aufgerichtet dem Wind das mächtige Herz
zu lieben.

Und ihr Licht erreichte
das dunkle Reich, die Türme von gestern
und der geraubte Same ihrer Liebe
fühlte sich wiedergeboren
im Kontakt mit ihrer Wärme und ihrem Tun.

Dann am Ende,
zu der Stunde, in der man den Sonnenuntergang erwartete,
fühlten sie, dass das Licht in ihrem Atem blieb
wie ein Blutstrom der Atmosphäre, eine Kraft,
ein ewiger Pakt mit der Sonnenklarheit,
mit der Sonnenklarheit,
mit dem Sein.

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