Poema 15
Me gustas cuando callas porque estás como ausente,
y me oyes desde lejos, y mi voz no te toca.
Parece que los ojos se te hubieran volado
y parece que un beso te cerrara la boca.
Como todas las cosas están llenas de mi alma
emerges de las cosas, llena del alma mía.
Mariposa de sueño, te pareces a mi alma,
y te pareces a la palabra melancolía.
Me gustas cuando callas y estás como distante.
Y estás como quejándote, mariposa en arrullo.
Y me oyes desde lejos, y mi voz no te alcanza:
Déjame que me calle con el silencio tuyo.
Déjame que te hable también con tu silencio
claro como una lámpara, simple como un anillo.
Eres como la noche, callada y constelada.
Tu silencio es de estrella, tan lejano y sencillo.
Me gustas cuando callas porque estás como ausente.
Distante y dolorosa como si hubieras muerto.
Una palabra entonces, una sonrisa bastan.
Y estoy alegre, alegre de que no sea cierto.
Gedicht 15
Ich mag es, wenn du schweigst, denn dann bist du wie abwesend,
und du hörst mich von weitem, und meine Stimme erreicht dich nicht.
Es scheint, als wären deine Augen weggeflogen,
und es scheint, als würde ein Kuss dir den Mund verschließen.
Wie alle Dinge voller meiner Seele sind,
emergierst du aus den Dingen, erfüllt von meiner Seele.
Schmetterling des Traums, du erinnerst an meine Seele,
und du erinnerst an das Wort Melancholie.
Ich mag es, wenn du schweigst und so distanziert bist.
Und du scheinst zu klagen, Schmetterling im Wiegenlied.
Und du hörst mich von weitem, und meine Stimme erreicht dich nicht:
Lass mich in deinem Schweigen still sein.
Lass mich auch mit deinem Schweigen zu dir sprechen,
klar wie eine Lampe, einfach wie ein Ring.
Du bist wie die Nacht, still und voller Sterne.
Dein Schweigen ist wie ein Stern, so fern und einfach.
Ich mag es, wenn du schweigst, denn dann bist du wie abwesend.
Distant und schmerzhaft, als wärst du gestorben.
Ein Wort genügt dann, ein Lächeln reicht aus.
Und ich bin froh, froh, dass es nicht wahr ist.