Un Cura de Aldea
Tien una vieya sotana
y un bonete muy gastau.
Tien un rosariu con cuentes
de madera y un breviariu
que lu reza todos los dies
cuando el sol ya ta baxando
en atapecer de oru
o en atapecer de orbayu.
Per la laborá diz la misa
cuando atapez el rosaiu,
per la nochi xuega al tute
y en la cama reza al santu
y asomau al corredor
ponse el probe atristayau
cavila si el so vivir
non tará ya fracasau.
La iglesia fecha de piedra
ta del pueblu en lo más alto
y ye un gozu les campanes
repicar nel campanariu.
Y cerquina de la iglesia
tien so casina el bon parracu
enllená de los afanes
que el vivir va filvanado.
Per les mañanes la misa
cunado atapez el rosariu,
como una esfueya bendita
fecha de rezos y cantos,
y en el camín de vuelta el chigre
ya conoz el su fracasu
si de nochi vuelve a casa
despacin pasin a pasu.
Ein Dorfpfarrer
Er hat einen alten Habit
und einen sehr abgetragenen Hut.
Er hat eine Holzperlenkette
und ein Gebetbuch,
das er jeden Tag betet,
wenn die Sonne schon sinkt
in den Abend aus Gold
oder in den Abend aus Regen.
Für die Arbeit hält er die Messe,
wenn der Rosenkranz abends leuchtet,
und nachts spielt er Skat
und im Bett betet er zum Heiligen.
Und am Fenster stehend,
wirkt der arme Traurige,
überlegt, ob sein Leben
schon gescheitert ist.
Die Kirche aus Stein
steht im Dorf ganz oben,
und es ist eine Freude, die Glocken
im Glockenturm läuten zu hören.
Und nahe der Kirche
hat der gute Pfarrer sein Häuschen,
voll von den Mühen,
die das Leben webt.
Morgens die Messe,
wenn der Rosenkranz abends leuchtet,
wie ein gesegnetes Licht,
gefüllt mit Gebeten und Gesang,
und auf dem Rückweg zur Kneipe
kennt er schon seinen Misserfolg,
wenn er nachts nach Hause kommt,
schritt für schritt.