Die Roten Vögel
Ein König, gekleidet in blauer Wolle, aus unserer Heimat verbannt
Reiches Gefieder, ein Meer aus Blumen, unsere Spuren zu Asche verbrannt
Tempel aus Gedichten auf Inseln erbaut, ein Labyrinth von Säulen aus grüner Jade
Meine Worte entführen euch in eine Welt vergangener Tage
Schwimmende Gärten öffnen die Kelche, sie zieren die Viertel unserer Stadt
Tausende Bücher schweigen weise, komm, sieh die Viertel unserer Stadt
Streut mir die Blumen zu Füßen in hundert Reihen
Inmitten von hundert Malereien erhebt sich Gesang
Die roten Vögel singen, Rufe im Chor erklingen
Den roten Kupfer schlag’ und Schellen in sonorem Klang
Ein rauchender Spiegel, ich blicke auf unseren Gott
Geschmückt, geweiht an des Tempels Altar, steinerne Stufen
Ein Bildnis geflügelter Löwen, Meister des Wassers wie vor mir keiner war
Sümpfe und Auen, Gedichte auf Inseln erbaut
Sinkt mir ein Tropfen des Bluts und der Tränen unserer Völker unter die Haut
Meine Verbündeten gefangen, gefoltert, geopfert
An welchem Tag wurden wir zu Feinden?
Generationen noch, die Kinder deiner Schwerter sollen unter Peitschen brennend Qual erleiden
Unsere Pfeile prasseln wie Asche hernieder
Fallen wie Wasser in Mordeslust
Unsere Heimat nehm’ ich mir wieder
Mein gold’ner Dolch fließt in dein Fleisch und nimmt dein Herz dir aus der Brust
Stirb unter meiner Hand
Silberweiden erheben sich aus dunklen Wassern
Wandle in Melancholie in uns’ren Wald hinein
Ich entsage meinen Göttern
Vierzig Tage im königlichen Wald allein
Vierzig Tage allein
Eines Tages senkt sich unsere Sonne in Finsternis
Sehe das Zeichen meines Gottes voller Wunder an
Eines Tages wandeln meine Sinne
Ein Universum in mir, prophezeie ich uns’ren Untergang
Los Pájaros Rojos
Un rey, vestido de lana azul, desterrado de nuestra tierra
Rico plumaje, un mar de flores, nuestras huellas convertidas en cenizas
Templos de poemas construidos en islas, un laberinto de columnas de jade verde
Mis palabras los llevan a un mundo de días pasados
Jardines flotantes abren sus copas, adornan los barrios de nuestra ciudad
Miles de libros guardan silencio sabio, ven, mira los barrios de nuestra ciudad
Esparzan flores a mis pies en cien filas
En medio de cien pinturas se eleva el canto
Los pájaros rojos cantan, ecos en coro resuenan
El cobre rojo suena y las campanas en un tono sonoro
Un espejo humeante, miro a nuestro dios
Adornado, consagrado en el altar del templo, escalones de piedra
Una imagen de leones alados, maestros del agua como ninguno ante mí
Pantanos y praderas, poemas construidos en islas
Un goteo de la sangre y las lágrimas de nuestros pueblos se hunde en mi piel
Mis aliados atrapados, torturados, sacrificados
¿En qué día nos convertimos en enemigos?
Generaciones más, los hijos de tus espadas sufrirán bajo látigos ardientes
Nuestras flechas caen como cenizas
Cayendo como agua en sed de muerte
Reclamo mi tierra de nuevo
Mi daga dorada fluye en tu carne y arranca tu corazón de tu pecho
Muere bajo mi mano
Sauces plateados se levantan de aguas oscuras
Camina en melancolía hacia nuestro bosque
Renuncio a mis dioses
Cuarenta días en el bosque real solo
Cuarenta días solo
Un día nuestro sol se hunde en la oscuridad
Veo la señal de mi dios llena de maravillas
Un día mis sentidos cambian
Un universo en mí, profetizo nuestra caída