Capinera
La chiamavan Capinera
pei suoi ricci neri e belli,
stava sempre fra i monelli
per la strada tutto il dì.
Scalza e lacera una sera,
m'apprestavo a rincasar,
col visino suo di cera
me la vidi avvicinar:
"Dammi un soldo, ho tanta fame"
"Hai la mamma?" - "Non ce l'ho".
"E il tuo babbo, la tua casa?"
E lei triste "Non lo so".
Provai una stretta al cuore
e quella sera
la mia casetta accolse
Capinera.
E lei cantava, cantava giuliva,
di trilli e gridi la casa m'empiva,
ed un bel sogno nel cuor carezzavo.
La contemplavo, forse l'amavo.
Tredici anni lei compiva.
S'era fatta pensierosa.
"Pensi forse a qualche cosa che ti manca?"
"Non lo so".
Primavera,
sole e fiori.
Capinera è sempre là.
Sta affacciata e guarda fuori.
"Cosa vuoi?" - "La libertà".
"Non hai casa, non hai mamma, dove andrai?"
Rispose: "Andrò".
Con la mano piccolina l'orizzonte m'insegnò.
Provai una stretta al cuore
finchè una sera
più non trovai a casa
Capinera.
Di trilli e gridi
la casa m'empiva.
La contemplavo,
forse l'amavo.
Fu in un'alba di Gennaio,
dopo l'orgia rincasavo,
nevicava e m'affrettavo
già ad aprire il mio porton.
Ma a distanza molto breve,
vidi un certo non so che
affiorare tra la neve.
Dissi allor: "Vediam cos'è".
Eran cenci. Io li rimossi.
Diedi un grido: "Due piedin".
Due piedini scalzi e rossi,
poi le mani, poi un visin.
Un urlo mi sfuggì
vedendo ch'era,
la mia piccina,
la mia Capinera.
Forse pentita al suo nido tornava.
Forse quaggiù, che le aprissi invocava,
mentre la neve saliva, saliva,
e lei moriva.
Kapinera
Man nannte sie Kapinera
wegen ihrer schönen, schwarzen Locken,
immer war sie bei den Buben
auf der Straße den ganzen Tag.
Barfuß und zerrissen an einem Abend,
ich wollte gerade nach Hause gehen,
mit ihrem wächsernen Gesicht
sah ich sie auf mich zukommen:
"Gib mir einen Groschen, ich habe so viel Hunger"
"Hast du deine Mama?" - "Die habe ich nicht."
"Und deinen Papa, dein Zuhause?"
Und sie traurig: "Weiß ich nicht."
Ich spürte einen Stich im Herzen
und an diesem Abend
nahm mein kleines Haus
Kapinera auf.
Und sie sang, sang fröhlich,
von Trillern und Schreien erfüllte sie das Haus,
und einen schönen Traum streichelte ich im Herzen.
Ich betrachtete sie, vielleicht liebte ich sie.
Sie wurde dreizehn Jahre alt.
Sie war nachdenklich geworden.
"Denkst du vielleicht an etwas, das dir fehlt?"
"Weiß ich nicht."
Frühling,
Sonne und Blumen.
Kapinera ist immer da.
Sie schaut hinaus und beobachtet.
"Was willst du?" - "Die Freiheit".
"Du hast kein Zuhause, keine Mama, wohin wirst du gehen?"
Sie antwortete: "Ich werde gehen".
Mit ihrer kleinen Hand zeigte sie mir den Horizont.
Ich spürte einen Stich im Herzen,
bis eines Abends
ich Kapinera
nicht mehr zu Hause fand.
Von Trillern und Schreien
füllte das Haus mich.
Ich betrachtete sie,
vielleicht liebte ich sie.
Es war an einem Januarmorgen,
nach dem Rausch kam ich nach Hause,
es schneite und ich beeilte mich,
schon die Tür zu öffnen.
Doch in kurzer Entfernung,
ich sah etwas, ich weiß nicht was,
auf der Schneedecke auftauchen.
Ich sagte dann: "Lass uns sehen, was es ist".
Es waren Lumpen. Ich räumte sie beiseite.
Ich rief: "Zwei Füßchen".
Zwei barfüßige, rote Füßchen,
dann die Hände, dann ein Gesicht.
Ein Schrei entfuhr mir,
als ich sah, dass es war,
meine Kleine,
meine Kapinera.
Vielleicht kam sie reumütig zu ihrem Nest zurück.
Vielleicht rief sie hierher, dass ich sie aufmache,
während der Schnee fiel, fiel,
und sie starb.
Escrita por: A. Giuliani