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Der Ungläubige

Georges Brassens

Le mécréant

Est-il en notre temps rien de plus odieux
De plus désespérant, que de n’pas croire en dieu?

J’voudrais avoir la foi, la foi de mon charbonnier
Qui est heureux comme un pape et con comme un panier

Mon voisin du dessus, un certain blaise pascal
M’a gentiment donné ce conseil amical

Mettez-vous à genoux, priez et implorez
Faites semblant de croire, et bientôt vous croirez

J’me mis à débiter, les rotules à terre
Tous les ave Maria, tous les pater noster

Dans les rues, les cafés, les trains, les autobus
Tous les de profundis, tous les morpionibus

Sur ces entrefaites-là, trouvant dans les orties
Une soutane à ma taille, je m’en suis travesti

Et, tonsuré de frais, ma guitare à la main
Vers la foi salvatrice je me mis en chemin

J’tombai sur un boisseau de punaises de sacristie
Me prenant pour un autre, en chœur, elles m’ont dit

Mon père, chantez-nous donc quelque refrain sacré
Quelque sainte chanson dont vous avez le secret

Grattant avec ferveur les cordes sous mes doigts
J’entonnai le gorille avec putain de toi

Criant à l’imposteur, au traître, au papelard
Elles veulent me faire subir le supplice d’abélard

Je vais grossir les rangs des muets du sérail
Les belles ne viendront plus se pendre à mon poitrail

Grâce à ma voix coupée j’aurai la place de choix
Au milieu des petits chanteurs à la croix d’bois

Attirée par le bruit, une dame de charité
Leur dit: Que faites-vous? Malheureuses arrêtez

Y a tant d’hommes aujourd’hui qui ont un penchant pervers
A prendre obstinément cupidon à l’envers

Tant d’hommes dépourvus de leurs virils appas
A ceux qu’en ont encore ne les enlevons pas

Ces arguments massue firent une grosse impression
On me laissa partir avec des ovations

Mais, sur le chemin du ciel, je n’ferai plus un pas
La foi viendra d’elle-même ou elle ne viendra pas

Je n’ai jamais tué, jamais violé non plus
Y a déjà quelque temps que je ne vole plus

Si l’eternel existe, en fin de compte, il voit
Que je m’conduis guère plus mal que si j’avais la foi

Der Ungläubige

Gibt es in unserer Zeit etwas Abscheulicheres
Etwas Verzweifelteres, als nicht an Gott zu glauben?

Ich wünschte, ich hätte den Glauben, den mein Kohlenhändler hat
Der ist glücklich wie ein Papst und dumm wie ein Eimer

Mein Nachbar oben, ein gewisser Blaise Pascal
Gab mir freundlich diesen freundlichen Rat

Geht auf die Knie, betet und fleht
Tut so, als würdet ihr glauben, und bald werdet ihr glauben

Ich begann zu beten, die Knie am Boden
Alle Ave Marias, alle Vaterunser

In den Straßen, den Cafés, den Zügen, den Bussen
Alle De Profundis, alle Morpionibus

In diesem Moment fand ich in den Brennnesseln
Ein Gewand in meiner Größe, ich habe mich verkleidet

Und, frisch tonsuriert, mit meiner Gitarre in der Hand
Machte ich mich auf den Weg zum rettenden Glauben

Ich stieß auf einen Haufen von Kirchenläusen
Die, mich für einen anderen haltend, riefen im Chor

Vater, singt uns doch ein heiliges Lied
Ein heiliges Lied, dessen Geheimnis ihr kennt

Mit Inbrunst zupfte ich die Saiten unter meinen Fingern
Ich stimmte den Gorilla mit „Scheiß auf dich“ an

Schreiend nach dem Betrüger, dem Verräter, dem Papisten
Wollten sie mir die Folter des Abélard auferlegen

Ich werde die Reihen der Stummen im Palast verstärken
Die Schönen werden nicht mehr an meiner Brust hängen

Dank meiner verstummten Stimme werde ich einen Ehrenplatz haben
Mitten unter den kleinen Sängern mit dem Holz-Kreuz

Von dem Lärm angezogen, eine Dame der Wohltätigkeit
Fragte sie: Was macht ihr? Unglückliche, haltet an

Es gibt so viele Männer heute mit einer perversen Neigung
Die beharrlich Amor verkehrt herum nehmen

So viele Männer, denen die männlichen Reize fehlen
Lass uns die, die sie noch haben, nicht wegnehmen

Diese massiven Argumente hinterließen einen großen Eindruck
Man ließ mich mit Ovationen gehen

Doch auf dem Weg zum Himmel werde ich keinen Schritt mehr machen
Der Glaube wird von selbst kommen oder er wird nicht kommen

Ich habe nie getötet, nie vergewaltigt auch nicht
Es ist schon eine Weile her, dass ich nicht mehr stehle

Wenn der Ewige existiert, sieht er schließlich
Dass ich mich nicht viel schlechter benehme, als wenn ich Glauben hätte

Escrita por: Georges Brassens