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Heilige Viktoria

Clara Luciani

Sainte-victoire

Je suis nue devant le miroir
Mes épaules sont larges
Et mon corps est robuste, jeune encore
Mes yeux s'attardent sur mes hanches
Sur mon ventre tendu puis fixent ma poitrine presque plate

Sur mon sein gauche une cicatrice
Parce qu'elle est encore violacée
Parce qu'on discerne les tissus tout
Juste reconstitués de la chair tiraillée
Parce que sous le doigt son relief
Se détache encore gonflé, on devine
Que la blessure est récente

Elle palpite comme un nerf
Pourtant quand le doigt passe sur la plaie
Elle n’est déjà plus douloureuse
On ne meurt pas d’amour alors même
Que l’on se croit exsangue et sec comme un vieux fruit
Alors même que l'on croit
Que toutes les forces nous ont quittées

On se remet de tout
Le cœur se régénère comme la queue des lézards
On est allongé sur le dos prêt à se laisser partir
Quand soudain un soubresaut électrise les corps
Le sang reprend son travail, revient battre
Contre les tempes, irriguer les organes et le bas ventre endormi

On sursaute de se sentir vivant, vivant malgré tout
On est surpris de reprendre des couleurs
L'envie de vivre est irrésistible
Se remettre de ce chagrin, se remettre

De cette douleur c'est pouvoir tout affronter
Tu m'a permis de comprendre que j'étais invincible
Victorieuse quel que soit l'issue
Je suis armée jusqu'aux dents
Sous mon sein une grenade

Heilige Viktoria

Ich stehe nackt vor dem Spiegel
Meine Schultern sind breit
Und mein Körper ist robust, noch jung
Meine Augen verweilen auf meinen Hüften
Auf meinem straffen Bauch, dann fixieren sie meine fast flache Brust

Auf meiner linken Brust eine Narbe
Weil sie noch violett ist
Weil man die Gewebe deutlich erkennt
Gerade rekonstruiert aus dem zerrissenen Fleisch
Weil sich unter dem Finger ihr Relief
Noch geschwollen abhebt, man ahnt
Dass die Wunde frisch ist

Sie pulsiert wie ein Nerv
Doch wenn der Finger über die Wunde gleitet
Ist sie schon nicht mehr schmerzhaft
Man stirbt nicht an Liebe, selbst wenn
Man sich blutleer und trocken fühlt wie eine alte Frucht
Selbst wenn man glaubt
Dass alle Kräfte uns verlassen haben

Man erholt sich von allem
Das Herz regeneriert sich wie der Schwanz von Eidechsen
Man liegt auf dem Rücken, bereit loszulassen
Wenn plötzlich ein Zucken die Körper elektrisiert
Das Blut nimmt seine Arbeit wieder auf, schlägt zurück
Gegen die Schläfen, durchblutet die Organe und den schlafenden Unterleib

Man zuckt zusammen, sich lebendig zu fühlen, lebendig trotz allem
Man ist überrascht, wieder Farbe zu bekommen
Der Lebenswille ist unwiderstehlich
Sich von diesem Kummer zu erholen, sich zu erholen

Von diesem Schmerz ist es, alles zu konfrontieren
Du hast mir erlaubt zu verstehen, dass ich unbesiegbar bin
Siegreich, egal wie der Ausgang ist
Ich bin bis an die Zähne bewaffnet
Unter meiner Brust eine Granate

Escrita por: Benjam Fatalis, Hologram