Recitativo (Due Invocazioni E Un Atto D´accusa
Uomini senza fallo, semidei
Che vivete in castelli inargentati
Che di gloria toccaste gli apogei
Noi che invochiam pietà siamo I drogati
Dell'inumano varcando il confine
Conoscemmo anzitempo la carogna
Che ad ogni ambito sogno mette fine
Che la pietà non vi sia di vergogna
C'era un re che aveva
Due castelli
Uno d'argento uno d'oro
Ma per lui non il cuore
Di un amico
Mai un amore nè felicità
Banchieri, pizzicagnoli, notai
Coi ventri obesi e le mani sudate
Coi cuori a forma di salvadanai
Noi che invochiam pietà fummo traviate
Navigammo su fragili vascelli
Per affrontar del mondo la burrasca
Ed avevamo gli occhi troppo belli
Che la pietà non vi rimanga in tasca
Giudici eletti, uomini di legge
Noi che danziam nei vostri sogni ancora
Siamo l'umano desolato gregge
Di chi morì con il nodo alla gola
Quanti innocenti all'orrenda agonia
Votaste decidendone la sorte
E quanto giusta pensate che sia
Una sentenza che decreta morte?
Un castello lo donò
E cento e cento amici trovò
L'altro poi
Gli portò mille amori
Ma non trovò la felicità
Uomini cui pietà non convien sempre
Male accettando il destino comune
Andate, nelle sere di novembre
A spiar delle stelle al fioco lume
La morte e il vento, in mezzo ai camposanti
Muover le tombe e metterle vicine
Come fossero tessere giganti
Di un domino che non avrà mai fine
Uomini, poiché all'ultimo minuto
Non vi assalga il rimorso ormai tardivo
Per non aver pietà giammai avuto
E non diventi rantolo il respiro
Sappiate che la morte vi sorveglia
Gioir nei prati o fra I muri di calce
Come crescere il gran guarda il villano
Finché non sia maturo per la falce
Non cercare la felicità
In tutti quelli a cui tu
Hai donato
Per avere un compenso
Ma solo in te
Nel tuo cuore
Se tu avrai donato
Solo per pietà
Rezitativ (Zwei Anrufungen und ein Akt der Anklage)
Menschen ohne Fehler, Halbgötter
Die ihr in silbernen Burgen lebt
Die den Höhepunkt des Ruhms berührt habt
Wir, die wir Mitleid anrufen, sind die Abhängigen
Vom Unmenschlichen, die Grenze überschreitend
Kannten wir frühzeitig das Ungeziefer
Das jedem ersehnten Traum ein Ende setzt
Dass Mitleid euch nicht zur Schande gereicht
Es gab einen König, der hatte
Zwei Burgen
Eine aus Silber, eine aus Gold
Doch für ihn nicht das Herz
Eines Freundes
Nie eine Liebe, noch Glück
Bankiers, Metzger, Notare
Mit dicken Bäuchen und schweißnassen Händen
Mit Herzen in Form von Sparschweinen
Wir, die wir Mitleid anrufen, wurden fehlgeleitet
Wir segelten auf zerbrechlichen Schiffen
Um dem Sturm der Welt zu trotzen
Und wir hatten Augen, die zu schön waren
Dass Mitleid euch nicht in der Tasche bleibt
Gewählte Richter, Männer des Gesetzes
Wir, die wir noch in euren Träumen tanzen
Sind die menschliche, verlassene Herde
Von denen, die mit einem Knoten im Hals starben
Wie viele Unschuldige in schrecklicher Agonie
Habt ihr gewählt und über ihr Schicksal entschieden
Und wie gerecht denkt ihr, dass es sei
Ein Urteil, das den Tod verkündet?
Eine Burg schenkte er
Und fand hundert und hundert Freunde
Die andere dann
Brachte ihm tausend Lieben
Doch fand er nicht das Glück
Menschen, denen Mitleid nicht immer zusteht
Schicksal akzeptierend, das uns allen gemein ist
Geht, in den Novemberabenden
Um die Sterne im schwachen Licht zu beobachten
Der Tod und der Wind, mitten auf den Friedhöfen
Bewegen die Gräber und bringen sie nah
Wie wären sie riesige Spielsteine
Eines Dominospiels, das niemals enden wird
Menschen, damit euch nicht im letzten Moment
Das späte Gewissen überfällt
Weil ihr niemals Mitleid hattet
Und der Atem nicht zum Röcheln wird
Wisst, dass der Tod euch beobachtet
Sich freuen auf den Wiesen oder zwischen den Kalkmauern
Wie der Bauer das Getreide beobachtet
Bis es reif ist für die Sense
Suche das Glück nicht
In all denjenigen, denen du
Geschenkt hast
Um eine Gegenleistung zu erhalten
Sondern nur in dir
In deinem Herzen
Wenn du geschenkt hast
Nur aus Mitleid