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Pariser Metèque

Gaël Faye

Paris Métèque

J'ai débarqué Paris d'un monde où l'on te rêve
J'ai fui les périls, les déserts où l'on crève
Tu m'as ouvert tes bras, toi ma Vénus de Milo
Tu brillais trop pour moi, je n'ai vu que ton halo
C'est pour ça que je l'ouvre, ma gueule est un musée
Je vis loin du feutré et des lumières tamisées

Dans tes ruelles cruelles ou tes boulevards à flics
Dans la musique truelle des silences chaophoniques
Paris ma belle beauté, tes prétendants se bousculent
Dans le brouillard épais de tes fines particules
Moi pour te mériter, je t'écrirai des poèmes
Que je chanterai la nuit tombée debout sur la scène

Paris s'éveille sous un ciel océanique
L'accent titi se mêle à l'Asie, l'Amérique, l'Afrique
Je suis une fleur craintive dans les craquelures du béton
A gagner deux sous, à dormir dessous les ponts
Paris bohème, Paris métèque, Paris d'ancre et d'exil
Je piaffe l'amour, médite une chinoise à Belleville

Leonardo da Vinci se casse le dos sur un chantier
Je vois la vie en rose dans ces bras pakistanais
Il tourne le gyrophare, petit cheval de carrousel
Galope après les tirailleurs qui rétrécissent la tour Eiffel
D'un squat, d'un bidonville, d'une chambre de bonne ou d'un foyer
Je t'écris des poèmes où des fois je veux me noyer

Une ville de liberté pour les différents hommes
Des valises d'exilés, des juifs errants et des roms
Aux mémoires de pogrom, aux grimoires raturés
Des chemins d'Erevan, aux sentiers de Crimée
Caravanes d'apatrides, boat people, caravelle

Sur tes frontons Paris viennent lire l'universel
Et souvent je t'en veux, dédaigneuse et hautaine
Capitale de la monde a joué la mondaine
Laisse-nous consteller la vraie nuit que tu ignores
Cesse donc de faire briller les milles feux de ton décor

Paris ma belle je t'aime quand la lumière s'éteint
On écrit pas de poèmes pour une ville qui en est un
Paris ma belle je t'aime quand la lumière s'éteint
On écrit pas de poèmes pour une ville qui en est un
Paris ma belle je t'aime quand la lumière s'éteint
On écrit pas de poèmes pour une ville qui en est un

Pariser Metèque

Ich bin in Paris angekommen aus einer Welt, in der man dich träumt
Ich bin den Gefahren entflohen, den Wüsten, in denen man verreckt
Du hast mir deine Arme geöffnet, du meine Venus von Milo
Du hast zu sehr geleuchtet für mich, ich sah nur deinen Schein
Deshalb öffne ich meinen Mund, mein Maul ist ein Museum
Ich lebe fern von gedämpftem Licht und schummrigen Schein

In deinen grausamen Gassen oder deinen Boulevard mit Cops
In der Musik der Kelle aus chaophonen Stille
Paris, meine schöne Schönheit, deine Bewerber drängen sich
Im dichten Nebel deiner feinen Partikel
Um dich zu verdienen, schreibe ich dir Gedichte
Die ich nachts stehend auf der Bühne singen werde

Paris erwacht unter einem ozeanischen Himmel
Der Titi-Akzent vermischt sich mit Asien, Amerika, Afrika
Ich bin eine ängstliche Blume in den Rissen des Betons
Um ein paar Groschen zu verdienen, schlafe ich unter Brücken
Paris Bohème, Paris Metèque, Paris von Anker und Exil
Ich scharre nach Liebe, meditiere über eine Chinesin in Belleville

Leonardo da Vinci bricht sich den Rücken auf einer Baustelle
Ich sehe das Leben in Rosa in diesen pakistanischen Armen
Er dreht das Blaulicht, kleines Karussellpferd
Galoppiert hinter den Scharfschützen her, die den Eiffelturm verkleinern
Aus einem Squat, einem Elendsviertel, einem Zimmer für Dienstboten oder einem Heim
Schreibe ich dir Gedichte, in denen ich manchmal ertrinken will

Eine Stadt der Freiheit für die verschiedenen Menschen
Koffer von Exilierten, umherirrenden Juden und Roma
Mit Erinnerungen an Pogrome, mit durchgestrichenen Grimoires
Von den Wegen in Jerewan bis zu den Pfaden der Krim
Karawanen von Staatenlosen, Bootsmenschen, Karavelle

Auf deinen Fronten liest Paris das Universelle
Und oft bin ich dir böse, hochmütig und arrogant
Hauptstadt der Welt hat die Weltliche gespielt
Lass uns die wahre Nacht, die du ignorierst, mit Sternen besäen
Hör auf, die tausend Lichter deiner Kulisse zum Leuchten zu bringen

Paris, meine Schöne, ich liebe dich, wenn das Licht erlischt
Man schreibt keine Gedichte für eine Stadt, die selbst eines ist
Paris, meine Schöne, ich liebe dich, wenn das Licht erlischt
Man schreibt keine Gedichte für eine Stadt, die selbst eines ist
Paris, meine Schöne, ich liebe dich, wenn das Licht erlischt
Man schreibt keine Gedichte für eine Stadt, die selbst eines ist

Escrita por: Gaël Faye