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Kelch

Gilberto Gil

Cálice

Pai, afasta de mim esse cálice
Pai, afasta de mim esse cálice
Pai, afasta de mim esse cálice
De vinho tinto de sangue

Como beber dessa bebida amarga
Tragar a dor, engolir a labuta
Mesmo calada a boca, resta o peito
Silêncio na cidade não se escuta
De que me vale ser filho da santa
Melhor seria ser filho da outra
Outra realidade menos morta
Tanta mentira, tanta força bruta

Como é difícil acordar calado
Se na calada da noite eu me dano
Quero lançar um grito desumano
Que é uma maneira de ser escutado
Esse silêncio todo me atordoa
Atordoado eu permaneço atento
Na arquibancada pra a qualquer momento
Ver emergir o monstro da lagoa

De muito gorda a porca já não anda
De muito usada a faca já não corta
Como é difícil, pai, abrir a porta
Essa palavra presa na garganta
Esse pileque homérico no mundo
De que adianta ter boa vontade
Mesmo calado o peito, resta a cuca
Dos bêbados do centro da cidade

Talvez o mundo não seja pequeno
Nem seja a vida um fato consumado
Quero inventar o meu próprio pecado
Quero morrer do meu próprio veneno
Quero perder de vez tua cabeça
Minha cabeça perder teu juízo
Quero cheirar fumaça de óleo diesel
Me embriagar até que alguém me esqueça

Kelch

Vater, nimm mir diesen Kelch
Vater, nimm mir diesen Kelch
Vater, nimm mir diesen Kelch
Von rotem Blutwein

Wie kann ich aus diesem bitteren Trank trinken
Den Schmerz hinunterschlucken, die Mühe ertragen
Selbst wenn der Mund schweigt, bleibt das Herz
In der Stadt hört man das Schweigen nicht
Was nützt es, ein Kind der Heiligen zu sein
Wäre besser, das Kind der anderen zu sein
Eine andere Realität, die weniger tot ist
So viele Lügen, so viel rohe Gewalt

Wie schwer ist es, still zu erwachen
Wenn ich in der Stille der Nacht leide
Ich will einen unmenschlichen Schrei ausstoßen
Das ist eine Art, gehört zu werden
Dieses ganze Schweigen macht mich benommen
Benommen bleibe ich wachsam
Auf der Tribüne, um jederzeit
Das Ungeheuer aus dem Teich auftauchen zu sehen

Die Sau kann nicht mehr laufen, weil sie zu dick ist
Das Messer schneidet nicht mehr, weil es zu oft benutzt wurde
Wie schwer ist es, Vater, die Tür zu öffnen
Dieses Wort steckt in der Kehle fest
Dieser homerische Rausch in der Welt
Was nützt es, guten Willen zu haben
Selbst wenn das Herz schweigt, bleibt der Verstand
Von den Betrunkenen im Stadtzentrum

Vielleicht ist die Welt nicht klein
Und das Leben ist kein vollendeter Fakt
Ich will meine eigene Sünde erfinden
Ich will an meinem eigenen Gift sterben
Ich will deinen Kopf endgültig verlieren
Meinen Kopf verlieren, deinen Verstand
Ich will Dieselrauch schnüffeln
Mich betrinken, bis mich jemand vergisst

Escrita por: Chico Buarque / Gilberto Gil