Flaumen Går, I Norge Er Vår
Flaumen går,
I Noreg er vår,
Bjørka sprett i dalom.
Dølakar
Traust og hard
Rydjer ferdregard.
Sjå kor det losnar i alle liom,
Skreda fer etter bergesidom.
Flaumen går,
I Noreg er vår,
Og dølan' er det som rår.
Frå fjellet rinn
Ein bekk så linn
Mellom stuv og steinar.
Av bekker små
Det vert ei å,
Fagrast du skal sjå.
Høyr kor det i vatnet susar,
Høyr kor det i fossen brusar!
Flaumen går,
I Noreg er vår,
Og dølan' er det som rår.
Lita å
Kan du forstå
Kor ho fekk slikt mæle?
Bekk som rann
Er vaksen mann.
Stans han, om du kan.
Ingen mann kan straumen vende.
Tømmer og hus det set han på ende.
Flaumen går,
I Noreg er vår,
Og dølan' er det som rår.
Bykar stram
På gata går fram,
Trur han skal oss lære.
Men ikkje eg
Fær støkk av deg,
Sjølv eg rår min veg.
Bøndan' er ikkje lenger mjuke,
Husbondsretten, han vil me bruke.
Retten er vår,
Skulda er dår
Å lyde Noregs kår.
Om seint me kjem,
Så er det med klem.
Me vil garden rydja.
Bondemål,
Kvast som stål,
Gjev ikkje lenger tol.
Norsk mål vil me i Noreg hava,
Ikkje lenger med dansken kava.
Bondemål,
Kvast som stål,
Gjev ikkje lenger tol.
Blankt som gull
Og mjukt som ull
Er det norske målet.
Som sol på fjell,
Som blome-tjeld,
Som fuglesong om kveld.
Tusen års rot det hev i landet,
Tusen år til så skal det stande.
Flaumen går,
I Noreg er vår,
Og dølan' er det som rår.
Sumar-sol
Skin på jord,
Så jonsok-blomen laver!
Læt frå koll
Lur over voll,
Og dølan' slær på skjold.
Av skal ho hivast lurve-hetta!
Gullhjelm lyser i morgon-gletta.
Læt frå koll
Lur over voll,
Og dølan' slær på skjold.
Harald verk
Fjellbonde sterk
Gjer no andre gongen.
Gamalt grjot
Av kjemperot
Endå hev manndom og mot.
Kome alle, ver med på ferda,
Så skal det spørjast i vide verda,
At Noregs mann
Gjekk på og vann
Atter sitt eige land.
Die Flut geht, in Norwegen ist der Frühling
Die Flut geht,
In Norwegen ist Frühling,
Die Birke sprießt im Tal.
Die Leute hier
Sind treu und stark,
Räumen die Wege frei.
Sieh, wie es in allen Lagen sprießt,
Der Hang folgt dem Berg.
Die Flut geht,
In Norwegen ist Frühling,
Und die Leute hier haben das Sagen.
Vom Berg rinnt
Ein klarer Bach
Zwischen Hütten und Steinen.
Aus kleinen Bächen
Wird ein Strom,
Das Schönste wirst du sehen.
Hör, wie es im Wasser rauscht,
Hör, wie es im Wasserfall braust!
Die Flut geht,
In Norwegen ist Frühling,
Und die Leute hier haben das Sagen.
Kleine Frage,
Kannst du verstehen,
Woher sie so viel Redekunst hat?
Der Bach, der floss,
Ist ein erwachsener Mann.
Halt ihn auf, wenn du kannst.
Kein Mann kann den Strom wenden.
Holz und Häuser wirft er um.
Die Flut geht,
In Norwegen ist Frühling,
Und die Leute hier haben das Sagen.
Stadtmenschen steif
Gehen die Straße entlang,
Glauben, sie könnten uns lehren.
Doch ich lass mich
Von dir nicht schrecken,
Ich gehe meinen Weg.
Die Bauern sind nicht mehr weich,
Das Recht der Herren wollen wir nutzen.
Das Recht ist unser,
Die Schuld ist klein,
Dem norwegischen Brauch zu folgen.
Wenn wir spät kommen,
Dann mit einer Umarmung.
Wir wollen den Hof aufräumen.
Bauernsprache,
Hart wie Stahl,
Gibt nicht länger Ruhe.
Norwegisch wollen wir in Norwegen haben,
Nicht länger mit den Dänen kämpfen.
Bauernsprache,
Hart wie Stahl,
Gibt nicht länger Ruhe.
Glänzend wie Gold
Und weich wie Wolle
Ist die norwegische Sprache.
Wie die Sonne auf den Bergen,
Wie die Blume im Feld,
Wie der Vogelgesang am Abend.
Tausend Jahre Wurzeln hat sie im Land,
Tausend Jahre mehr, und sie wird bestehen.
Die Flut geht,
In Norwegen ist Frühling,
Und die Leute hier haben das Sagen.
Sommersonne
Scheint auf die Erde,
So blüht die Johannisbeere!
Laut von den Hügeln
Tönt das Horn,
Und die Leute schlagen auf das Schild.
Sie soll den Lärm machen!
Der goldene Helm leuchtet im Morgenlicht.
Laut von den Hügeln
Tönt das Horn,
Und die Leute schlagen auf das Schild.
Harald, der starke
Bergbauer,
Macht jetzt zum zweiten Mal.
Altes Gestein
Von Riesenwurzeln
Hat noch Männlichkeit und Mut.
Kommt alle, seid Teil der Reise,
Dann wird in der weiten Welt gefragt,
Dass der Norweger
Vorwärts ging und gewann
Sein eigenes Land zurück.