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Die Ostendaise

Jacques Brel

L'Ostendaise

Une Ostendaise pleure sur sa chaise
Le chat soupèse son poids d'amour
Dans le silence, son chagrin danse
Et les vieux pensent chacun son tour

À la cuisine, quelques voisines
Parlent de Chine et d'un retour
À Singapour, une Javanaise
Devient belle-sœur de l'Ostendaise

Il y a deux sortes de temps
Il y a le temps qui attend
Et le temps qui espère
Il y a deux sortes de gens
Il y a les vivants
Et ceux qui sont en mer

Notre Ostendaise que rien n'apaise
De chaise en chaise va sa blessure
Quelques commères, quelques compères
Battent le fer de sa brisure

Son capitaine sous sa bedaine
De bière pleine, bat le tambour
Homme de voiles, homme d'étoiles
Il prend l'escale pour un détour

Il y a deux sortes de temps
Il y a le temps qui attend
Et le temps qui espère
Il y a deux sortes de gens
Il y a les vivants
Et ceux qui sont en mer

Notre Ostendaise au temps des fraises
Devint maîtresse d'un pharmacien
Son capitaine mort sous bedaine
Joue les baleines, les sous-marins

Pourquoi ma douce, moi le faux mousse
Que le temps pousse, t'écrire de loin
C'est que je t'aime et tant je t'aime
Qu'ait peur ma reine d'un pharmacien

Il y a deux sortes de temps
Il y a le temps qui attend
Et le temps qui espère
Il y a deux sortes de gens
Il y a les vivants
Et moi je suis en mer

Die Ostendaise

Eine Ostendaise weint auf ihrem Stuhl
Die Katze wiegt ihr Gewicht der Liebe
Im Schweigen tanzt ihr Kummer
Und die Alten denken nacheinander

In der Küche, einige Nachbarinnen
Sprechen von China und einer Rückkehr
In Singapur wird eine Javanerin
Schwiegertochter der Ostendaise

Es gibt zwei Arten von Zeit
Es gibt die Zeit, die wartet
Und die Zeit, die hofft
Es gibt zwei Arten von Menschen
Es gibt die Lebenden
Und die, die auf See sind

Unsere Ostendaise, die nichts besänftigt
Geht von Stuhl zu Stuhl mit ihrer Wunde
Einige Klatschtanten, einige Kumpels
Hämmern das Eisen ihrer Bruchstelle

Ihr Kapitän unter seinem Bauch
Voller Bier, schlägt das Tambourin
Mann der Segel, Mann der Sterne
Er nimmt den Halt für einen Umweg

Es gibt zwei Arten von Zeit
Es gibt die Zeit, die wartet
Und die Zeit, die hofft
Es gibt zwei Arten von Menschen
Es gibt die Lebenden
Und die, die auf See sind

Unsere Ostendaise zur Erdbeerzeit
Wurde Geliebte eines Apothekers
Ihr Kapitän starb unter dem Bauch
Spielt die Wale, die U-Boote

Warum, meine Süße, ich der falsche Matrose
Den die Zeit drängt, dir aus der Ferne zu schreiben
Weil ich dich liebe und so sehr liebe
Dass meine Königin Angst vor einem Apotheker hat

Es gibt zwei Arten von Zeit
Es gibt die Zeit, die wartet
Und die Zeit, die hofft
Es gibt zwei Arten von Menschen
Es gibt die Lebenden
Und ich bin auf See.

Escrita por: Jacques Brel / François Rauber