395px

El huésped negro

Juliane Werding

Der schwarze Gast

alles, was bleibt
ist das, was wir liebe nennen

zur Hochzeit war'n
die Gäste versammelt
im kerzenglanz
ein Walzer erklang
das Brautpaar begann
den ersten Tanz

der schwarze Gast
trat ein und auf einmal
starb die Musik
die braut wurde blaß
er nahm ihre Hand
und hielt sie fest
erstarrt sah'n die andern
auf den Gast
er sagte

Kerzen im Wind
müssen leuchten und vergeh'n
wer wir auch sind
niemals bleibt die erde steh'n
was auch beginnt
am ende muß man sich trennen
er sagte
Kerzen im Wind
lichter, die die nacht vergißt
alles verrinnt
bis auf das, was stärker ist
etwas, das wir nicht kennen
stärker als die zeit
die Mutter rief

warum muß es sie sein
sie ist so jung
der Vater rief bleich
ich geb' dir für sie
mein hab und gut
der schwarze Gast
ließ die braut nicht los
er sagte

Kerzen im Wind
müssen leuchten und vergeh'n
wer wir auch sind
niemals bleibt die erde steh'n
was auch beginnt
am ende muß man sich trennen
er sagte
Kerzen im Wind
lichter, die die nacht vergißt
alles verrinnt
bis auf das, was stärker ist
etwas, das wir nicht kennen
Kerzen im Wind
müssen leuchten und vergeh'n
wer wir auch sind
niemals bleibt die erde steh'n

der Bräutigam rief
nimm mich und laß sie
am leben sein
da zog sich der
schwarze Gast zurück
und er ließ sie los
und sprach: ich bin besiegt
durch seine liebe

Kerzen im Wind
müssen leuchten und vergeh'n
wer wir auch sind
niemals bleibt die erde steh'n
was auch beginnt
am ende muß man sich trennen
er sagte
Kerzen im Wind
lichter, die die nacht vergißt
alles verrinnt
bis auf das, was stärker ist

das, was wir liebe nennen
stärker als die zeit

El huésped negro

todo lo que queda
es lo que llamamos amor

en la boda
los invitados estaban reunidos
en el resplandor de las velas
sonaba un vals
la pareja de novios comenzó
el primer baile

el huésped negro
entró y de repente
la música murió
la novia palideció
él tomó su mano
y la sostuvo firmemente
los demás se quedaron petrificados
mirando al huésped
él dijo

Velas en el viento
deben brillar y desaparecer
quienesquiera que seamos
la tierra nunca se detiene
todo lo que comienza
al final debe separarse
él dijo
Velas en el viento
luces que la noche olvida
todo se desvanece
excepto lo que es más fuerte
algo que no conocemos
más fuerte que el tiempo
la madre gritó

¿por qué tiene que ser ella?
es tan joven
el padre pálido gritó
te doy por ella
todo lo que tengo
el huésped negro
no soltaba a la novia
él dijo

Velas en el viento
deben brillar y desaparecer
quienesquiera que seamos
la tierra nunca se detiene
todo lo que comienza
al final debe separarse
él dijo
Velas en el viento
luces que la noche olvida
todo se desvanece
excepto lo que es más fuerte
algo que no conocemos
Velas en el viento
deben brillar y desaparecer
quienesquiera que seamos
la tierra nunca se detiene

el novio gritó
llévame y déjala
vivir
entonces el huésped negro
se retiró
y la soltó
y dijo: he sido vencido
por su amor

Velas en el viento
deben brillar y desaparecer
quienesquiera que seamos
la tierra nunca se detiene
todo lo que comienza
al final debe separarse
él dijo
Velas en el viento
luces que la noche olvida
todo se desvanece
excepto lo que es más fuerte

lo que llamamos amor
más fuerte que el tiempo

Escrita por: