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Die Türen Tamerlans

Melnitsa

Dveri Tamerlana

Po lazorevoy stepi
Khodit mesyats molodoy
S beloy grivoy do kopyt
S pozolochennoy uzdoy
Monistovyy zvon
Mongol'skikh stremyan
Vetrami rozhden
I livnyami pryan

Iz kuvshina cherez kray
L'etsya v nebo moloko
Spi, moy milyy, zasypay
Zavtra ekhat' daleko
Rassveta iskal
Ushel nevredim
Menya tseloval
Ne ty li odin?

Kak u dveri Tamerla
Novoy vyrosla trava
Ya li ne tvoya strela
Ya l' tebe ne tetiva?
Ty serdtse ognya
Ty pesnya znamen
Pokinesh' menya
Stepyami plenen

Kibitkami lun
V dorozhnyy tuman
Nebesnyy tabun
Tyazhelyy kolchan
Chuzhaya strela
Luna popolam
Polyn' da zola
Tebe, Tamerlan

Trevozhit' kovyl' tebe
V drugikh beregakh
I zolotom styt' tebe
V vysokiy kurgan
A mne vyshivat'
Olivkovyy len
Slezami ronyat'
Monistovyy zvon.

Obruch'yu kostra
Naveki verna
Tebe ne sestra
Tebe ne zhena

Die Türen Tamerlans

Durch die bunte Steppe
Schreitet der junge Mond
Mit einer weißen Mähne bis zu den Hufen
Mit einer vergoldeten Zügel
Der Klang der Monisten
Mongolischer Bögen
Von Winden geboren
Und von strömendem Regen

Aus der Kuhle in den Himmel
Fließt die Milch empor
Schlaf, mein Lieber, schlaf ein
Morgen geht's weit weg
Habe den Sonnenaufgang gesucht
Ging ohne Schaden
Hat mich geküsst
Bist du nicht allein?

Wie an den Türen Tamerlans
Wuchs das Gras neu
Bin ich nicht dein Pfeil?
Bin ich nicht deine Sehne?
Du bist das Herz des Feuers
Du bist das Lied der Zeichen
Wirst mich verlassen
Durch die gefangenen Steppen

In den Kibitkas des Mondes
Im Straßennebel
Himmlische Herde
Schwerer Köcher
Fremder Pfeil
Der Mond in zwei Hälften
Asche und Gold
Für dich, Tamerlan

Die Korynthen beunruhigen dich
In anderen Ufern
Und golden strömt es dir
Auf den hohen Hügel
Und ich sticke
Olivenfarbenen Flachs
Mit Tränen vergießen
Der Klang der Monisten.

Mit dem Ring des Skeletts
Für immer treu
Bist du nicht meine Schwester?
Bist du nicht meine Frau?

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