Die Türen Tamerlans
Durch die bunte Steppe
Schreitet der junge Mond
Mit einer weißen Mähne bis zu den Hufen
Mit einer vergoldeten Zügel
Der Klang der Monisten
Mongolischer Bögen
Von Winden geboren
Und von strömendem Regen
Aus der Kuhle in den Himmel
Fließt die Milch empor
Schlaf, mein Lieber, schlaf ein
Morgen geht's weit weg
Habe den Sonnenaufgang gesucht
Ging ohne Schaden
Hat mich geküsst
Bist du nicht allein?
Wie an den Türen Tamerlans
Wuchs das Gras neu
Bin ich nicht dein Pfeil?
Bin ich nicht deine Sehne?
Du bist das Herz des Feuers
Du bist das Lied der Zeichen
Wirst mich verlassen
Durch die gefangenen Steppen
In den Kibitkas des Mondes
Im Straßennebel
Himmlische Herde
Schwerer Köcher
Fremder Pfeil
Der Mond in zwei Hälften
Asche und Gold
Für dich, Tamerlan
Die Korynthen beunruhigen dich
In anderen Ufern
Und golden strömt es dir
Auf den hohen Hügel
Und ich sticke
Olivenfarbenen Flachs
Mit Tränen vergießen
Der Klang der Monisten.
Mit dem Ring des Skeletts
Für immer treu
Bist du nicht meine Schwester?
Bist du nicht meine Frau?