Wer Schmetterlinge Lachen Hört
Wer Schmetterlinge lachen hört
Der weiss, wie Wolken schmecken
Der wird im Mondschein
Ungestört von Furcht
Die Nacht entdecken
Der wird zur Pflanze, wenn er will
Zum Tier, zum Narr, zum Weisen
Und kann in einer Stunde
Durchs ganze Weltall reisen
Er weiss, dass er nichts weiss
Wie alle andern auch nichts wissen
Nur weiss er was die anderen
Und er noch lernen müssen
Wer in sich fremde Ufer spürt
Und Mut hat sich zu recken
Der wird allmählich ungestört
Von Furcht sich selbst entdecken
Abwärts zu den Gipfeln
Seiner selbst blickt er hinauf
Den Kampf mit seiner Unterwelt
Nimmt er gelassen auf
Wer Schmetterlinge lachen hört
Der weiss wie Wolken schmecken
Der wird im Mondschein
Ungestört von Furcht
Die Nacht entdecken
Der mit sich selbst in Frieden lebt
Der wird genauso sterben
Und ist selbst dann lebendiger
Als alle seine Erben
Who Hears Butterflies Laugh
Who hears butterflies laugh,
knows how clouds taste,
will in the moonlight
unperturbed by fear,
discover the night.
He becomes a plant, if he wants,
to an animal, a fool, a sage,
and can in an hour
travel through the entire universe.
He knows that he knows nothing,
like everyone else knows nothing too,
only he knows what the others
and he still have to learn.
Who feels foreign shores within himself,
and has the courage to stretch himself,
will gradually, undisturbed,
discover himself free from fear.
Down to the peaks
of himself he looks up,
he calmly takes on
the battle with his underworld.
Who hears butterflies laugh,
knows how clouds taste,
will in the moonlight,
unperturbed by fear,
discover the night.
He who lives in peace with himself,
will die just the same,
and even then be more alive,
than all his heirs.
(Text by Carlo Karges, 1973)