Andrea Chénier, Act I: Colpito Qui M'avete - Un Dì All'azzurro Spazio
Un dì all'azzurro spazio
Guardai profondo
E ai prati colmi di viole
Pioveva loro il sole
E folgorava d'oro il mondo
Parea la terra un immane tesor
E a lei serviva di scrigno il firmamento
Su dalla terra a la mia fronte
Veniva una carezza viva, un bacio
Gridai vinto d'amor
T'amo tu che mi baci
Divinamente bella, o patria mia
E volli pien d'amore pregar
Varcai d'una chiesa la soglia
Là un prete ne le nicchie
Dei santi e della Vergine
Accumulava doni
E al sordo orecchio
Un tremulo vegliardo
Invano chiedeva pane
E invano stendea la mano
Varcai degli abituri l'uscio
Un uom vi calunniava
Bestemmiando il suolo
Che l'erario a pena sazia
E contro a Dio scagliava
E contro agli uomini
Le lagrime dei figli
In cotanta miseria
La patrizia prole che fa?
Sol l'occhio vostro
Esprime umanamente qui
Un guardo di pietà
Ond'io guardato ho a voi
Si come a un angelo
E dissi: Ecco la bellezza della vita
Ma, poi, a le vostre parole
Un novello dolor m'ha colto in pieno petto
O giovinetta bella
D'un poeta non disprezzate il detto
Udite, non conoscete amor
Amor, divino dono, non lo schernir
Del mondo anima e vita è l'Amor
Andrea Chénier, Akt I: Getroffen Hier Habt Ihr Mich - Eines Tages Zum Blauen Raum
Eines Tages zum blauen Raum
Sah ich tief hinein
Und auf die Wiesen voller Veilchen
Strahlte die Sonne nieder
Und der Welt blitzte Gold entgegen
Die Erde schien ein unermesslicher Schatz
Und der Himmel diente ihr als Schatztruhe
Von der Erde zu meiner Stirn
Kam eine lebendige Berührung, ein Kuss
Ich rief, besiegt von Liebe
Ich liebe dich, die du mich küsst
Göttlich schön, oh mein Vaterland
Und voller Liebe wollte ich beten
Schritt über die Schwelle einer Kirche
Dort ein Priester in den Nischen
Von Heiligen und der Jungfrau
Häufte Geschenke
Und am tauben Ohr
Ein zitternder Greis
Bat vergeblich um Brot
Und streckte vergeblich die Hand aus
Ich trat über die Schwelle der Behausungen
Ein Mann verleumdete dort
Fluchend den Boden
Den der Staat kaum sättigt
Und gegen Gott schleuderte er
Und gegen die Menschen
Die Tränen der Kinder
In solch großer Not
Was tut der Adel?
Nur euer Blick
Drückt hier menschlich aus
Einen Blick des Mitleids
Den ich auf euch richtete
Wie auf einen Engel
Und ich sagte: Siehe, die Schönheit des Lebens
Doch dann, bei euren Worten
Ergriff mich ein neuer Schmerz mitten ins Herz
Oh schöne Jüngfrau
Verachtet nicht die Worte eines Poeten
Hört, ihr kennt die Liebe nicht
Liebe, göttliches Geschenk, verspottet sie nicht
Die Liebe ist die Seele und das Leben der Welt.