Lo Jorn Ha Por
Lo jorn ha por de perdre sa claror:
quan ve la nit que expandeix ses tenebres,
pocs animals no cloen les palpebres,
e los malalts creixen de llur dolor.
Los malfactors volgren tot l'any duràs
perquè llurs mals haguessen cobriment.
Mas io qui visc menys de par e en turment
e sens mal fer, volgra que tost passàs.
E, d'altra part, faç pus que si matàs
mil hòmens justs, menys d'alguna mercè,
car tots mos ginys jo solt per trair-me.
E no cuideu que el jorn me n'escusàs,
ans en la nit treball rompent ma pensa
perquè en lo jorn lo traïment cometa:
por de morir ne de fer vida estreta
no em tol esforç per donar-me ofensa.
Plena de seny, mon enteniment pensa
com aptament lo llaç d'amor se meta;
sens aturar, pas tenint via dreta,
vaig a la fi si mercè no em defensa.
Der Tag hat Angst
Der Tag hat Angst, sein Licht zu verlieren:
Wenn die Nacht kommt, die die Dunkelheit ausbreitet,
Schließen nur wenige Tiere ihre Augen,
Und die Kranken wachsen in ihrem Schmerz.
Die Übeltäter wollen das ganze Jahr über
Weil ihre Übel einen Deckmantel hätten.
Doch ich, der ich weniger spreche und in Qual lebe
Und ohne Böses zu tun, möchte, dass alles vorübergeht.
Und auf der anderen Seite, ich würde eher
Tausend gerechte Männer töten, als um irgendeine Gnade bitten,
Denn all meine Pläne habe ich allein, um mich zu verraten.
Und denkt nicht, dass der Tag mich entschuldigt,
Sondern in der Nacht arbeitet es, zerbricht meinen Geist,
Denn am Tag begeht der Verrat Verbrechen:
Angst zu sterben oder ein enges Leben zu führen
Nimmt mir nicht den Mut, mich zu beleidigen.
Voll von Verstand, denkt mein Geist
Wie passend das Band der Liebe sich anlegt;
Ohne anzuhalten, ohne den geraden Weg zu haben,
Gehe ich am Ende, wenn die Gnade mich nicht verteidigt.