Ich hasse Musik
Das ist wirklich ein gemütliches Restaurant,
Aber irgendwas hier drin macht mich ganz krank!
Nein, es ist nicht der Wein, denn der ist herb und frisch,
Und es liegt nicht am Fleisch, und es liegt nicht am Fisch.
Der Ober ist sehr freundlich, nein, jetzt hab' ich's entdeckt:
Das macht die Plätschermusik, daß mir hier nichts schmeckt!
Denn vergebens ist des Küchenmeisters hohe Kunst,
Wenn im Hintergrund Julio XXX grunzt!
Ich hasse Musik, die aus den Ritzen zirpt,
Musik, die mir den Spaß an der Musik verdirbt,
Zu leise, um sie richtig zu hör'n,
Aber grad' laut genug, um mich richtig zu stör'n.
Ich liebe Musik, die atmet und lebt,
Ich liebe Musik, so daß die Erde bebt,
Ich liebe die Stille, die mich aufhorchen läßt,
Ich liebe alle Geräusche, nur eins hass' ich wie die Pest:
Das ist aus kleinen runden Löchern in der Wand
Die Plätschermusik vom Endlosband!
Wenn ich verreise und das Flugzeug nehmen kann,
Genieß' ich schon das Drumherum von Anfang an:
Ich lieb es, erstmal in der falschen Schlange zu steh'n,
So kindlich freu' ich mich darauf, die Welt von oben zu seh'n.
Ich mag die Kontrollen, und ich mag den Rabatz,
Ich mag die Keilerei um einen Fensterplatz.
Doch mit der grenzenlosen Freiheit ist dann sofort Schluß,
Wenn ich vorm Abflug Frank XXX hören muß!
Kein Fahrstuhl, keine Kneipe und keine Boutique,
Kein Wartesaal, kein Imbißstand ohne Musik.
Das ist die Geißel der Menschheit, ich ertrag's nicht mehr,
Ich setz' mich gegen die Musikfolter jetzt endlich zur Wehr:
Singt im Tante-Emma-Laden Udo XX noch mal,
Stell' ich Käse, Wurst und Waschmittel zurück ins Regal,
Und singt Ne X noch mal im WC, dann bürg' ich dafür,
Dann geh' ich wieder raus, und zwar genau an die Tür!
Odio la música
Este es realmente un restaurante acogedor,
Pero algo aquí adentro me enferma por completo.
No, no es el vino, porque es áspero y fresco,
Y no es por la carne, y no es por el pescado.
El camarero es muy amable, no, ahora lo descubrí:
¡Es la música de fondo la que arruina mi gusto aquí!
Por más que el arte del chef sea en vano,
¡Cuando en el fondo Julio XXX gruñe!
Odio la música que chirría desde las grietas,
Música que arruina mi diversión por la música,
Demasiado baja para escucharla correctamente,
Pero lo suficientemente alta como para molestarme correctamente.
Amo la música que respira y vive,
Amo la música que hace temblar la tierra,
Amo el silencio que me hace prestar atención,
Amo todos los sonidos, solo odio uno como la peste:
Eso que sale de pequeños agujeros redondos en la pared,
¡La música de fondo del cassette sin fin!
Cuando viajo y puedo tomar el avión,
Disfruto de todo desde el principio:
Me encanta estar en la fila equivocada al principio,
Tan emocionado estoy por ver el mundo desde arriba.
Me gustan los controles, y me gusta el alboroto,
Me gusta la pelea por un asiento junto a la ventana.
Pero con la libertad sin límites, todo se acaba de inmediato,
Cuando tengo que escuchar a Frank XXX antes de despegar!
Ni ascensores, ni bares, ni boutiques,
Ni salas de espera, ni puestos de comida sin música.
Eso es el azote de la humanidad, ya no lo soporto más,
¡Me rebelo contra la tortura musical ahora finalmente!
Si Udo XX vuelve a cantar en la tienda de la esquina,
Devolveré el queso, el embutido y el detergente al estante,
Y si Ne X vuelve a cantar en el baño, me hago responsable,
¡Saldré de nuevo, justo por la puerta!