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Präludien

Roger Mas

Preludi

Un dia somií que era una abella
I, papallonejant per l'hort del cel,
Anava d'una estrella a una altra estrella,
A volves d'or collint la dolça mel
Anava del clavell a la vidalba,
De l'herba de la creu als romanins,
Il·luminats per la claror de l'alba
Que no han vista jamai nostres matins

Ací em somreia una gentil poncella
Que, esbadellant-se, es convertia en flor,
En flor del paradís, sempre novella,
Que feia cada dia nova olor
D'un misteri volava a altre misteri,
D'una amor robadora a un altra amor;
Com un pit se m'obria l'hemisferi,
Deixant-me beure en lo diví tresor

Vola que vola de la rosa al lliri,
De flor en flor seguia jo el verger,
Del nèctar regalat fent lo captiri
Entre càntics I música I plaer
Fer-ne volia una rosada bresca,
Per dir "preneu-ne" a mos amics del món;
"Preneu-ne un rajolí, d'eixa mel fresca
De l'alt verger on mes delícies són"
Mes ai, mes ai! Quan a plaer brescava,
Caigut sobre la terra em despertí,
I, en comptes de la bresca que us baixava,
Sols trobo les cançons que veus aquí

Präludien

Eines Tages träumte ich, ich wäre eine Biene
Und, umherflatternd im Garten des Himmels,
Flog ich von einem Stern zum anderen Stern,
Sammelte goldene Waben mit süßem Honig.
Ich flog von der Nelke zur Wildrose,
Von dem Kreuzkraut zu den Rosmarinen,
Erleuchtet vom Licht der Morgendämmerung,
Das unsere Morgen nie gesehen haben.

Hier lächelte mich ein sanftes Mädchen an,
Das, sich entblätternd, zur Blume wurde,
Zur Blume des Paradieses, immer neu,
Die jeden Tag einen neuen Duft verbreitete.
Von einem Geheimnis flog ich zu einem anderen Geheimnis,
Von einer raubenden Liebe zu einer anderen Liebe;
Wie ein Herz öffnete sich mir die Hemisphäre,
Ließ mich in den göttlichen Schatz trinken.

Flieg, flieg von der Rose zur Lilie,
Von Blume zu Blume folgte ich dem Garten,
Aus dem geschenkten Nektar machte ich den Trank
Zwischen Gesang und Musik und Freude.
Ich wollte daraus einen taufrischen Bienenstock machen,
Um zu sagen: "Nehmt euch davon, ihr Freunde der Welt;"
"Nehmt euch einen kleinen Schluck von diesem frischen Honig
Aus dem hohen Garten, wo die Köstlichkeiten sind."
Doch ach, doch ach! Als ich im Genuss schwelgte,
Wachte ich, gefallen auf die Erde, auf,
Und anstelle des Bienenstocks, der euch herabkam,
Finde ich nur die Lieder, die ihr hier hört.