Regnava Nel Silenzio
Alta la notte e bruna...
Colpìa la fonte un pallido
Raggio di tetra luna...
Quando sommesso un gemito
Fra l'aure udir si fe',
Ed ecco su quel margine
L'ombra mostrarsi a me!
Qual di chi parla muoversi
Il labbro suo vedea,
E con la mano esanime
Chiamarmi a sé parea.
Stette un momento immobile
Poi rapida sgombrò,
E l'onda pria sì limpida,
di sangue rosseggiò!
Alisa
Chiari, oh ciel! ben chiari e tristi
Nel tuo dir presagi intendo!
Ah! Lucia, Lucia desisti
Da un amor così tremendo.
Lucia
Io?... che parli! Al cor che geme
Questo affetto è sola speme...
Senza Edgardo non potrei
Un istante respirar...
Egli è luce a' giorni miei,
E conforto al mio penar
Quando rapito in estasi
Del più cocente amore,
Col favellar del core
Mi giura eterna fe';
Gli affanni miei dimentico,
Gioia diviene il pianto...
Parmi che a lui d'accanto
Si schiuda il ciel per me!
Regierte im Schweigen
Hoch in der Nacht und dunkel...
Ein blasser Strahl der finsteren
Mondschein traf die Quelle...
Als leise ein Seufzer
Durch die Lüfte zu hören war,
Und siehe, am Ufer
Zeigte sich der Schatten mir!
Wie der, der spricht, bewegte
Ich seinen Lippen sehen,
Und mit der leblosen Hand
Schien er mich zu sich zu rufen.
Einen Moment blieb er still,
Dann verschwand er schnell,
Und die Welle, zuvor so klar,
Rötete sich im Blut!
Alisa
Klar, oh Himmel! so klar und traurig
In deinem Wort verstehe ich Vorzeichen!
Ah! Lucia, Lucia, lass ab
Von einer so furchtbaren Liebe.
Lucia
Ich?... Was redest du! Im Herzen, das leidet,
Ist diese Zuneigung die einzige Hoffnung...
Ohne Edgardo könnte ich
Einen Augenblick nicht atmen...
Er ist das Licht meiner Tage,
Und Trost in meinem Schmerz.
Wenn er in Ekstase entführt
Von der brennendsten Liebe,
Mit dem Reden des Herzens
Schwört er mir ewigen Glauben;
Meine Sorgen vergesse ich,
Freude wird zur Träne...
Es scheint mir, als öffne sich
Der Himmel für mich neben ihm!