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In deinem Gedicht

Simone de Oliveira

No Teu Poema

No teu poema
Existe um verso em branco e sem medida
Um corpo que respira, um céu aberto
Janela debruçada para a vida.
No teu poema
Existe a dor calada lá no fundo
O passo da coragem em casa escura
E aberta, uma varanda para o mundo.

Existe a noite
O riso e a voz refeita à luz do dia
A festa da senhora da agonia
E o cansaço do corpo que adormece em cama fria.
Existe um rio
A sina de quem nasce fraco ou forte
O risco, a raiva, a luta de quem cai ou que resiste
Que vence ou adormece antes da morte.

No teu poema
Existe o grito e o eco da metralha
A dor que sei de cor mas não recito
E os sonos inquietos de quem falha.
No teu poema
Existe um cantochão alentejano
A rua e o pregão de uma varina
E um barco assoprado a todo o pano.

Existe a noite
O canto em vozes juntas, vozes certas
Canção de uma só letra e um só destino a embarcar
O cais da nova nau das descobertas.
Existe um rio
A sina de quem nasce fraco, ou forte
O risco, a raiva e a luta de quem cai ou que resiste
Que vence ou adormece antes da morte.

No teu poema
Existe a esperança acesa atrás do muro
Existe tudo mais que ainda me escapa
E um verso em branco à espera... do futuro.

In deinem Gedicht

In deinem Gedicht
Gibt es einen Vers, leer und ohne Maß
Ein Körper, der atmet, ein offener Himmel
Ein Fenster, das zum Leben hinausblickt.
In deinem Gedicht
Gibt es den stillen Schmerz tief im Innern
Der Schritt des Mutes in einem dunklen Haus
Und offen, ein Balkon zur Welt.

Es gibt die Nacht
Das Lachen und die Stimme, neu im Licht des Tages
Das Fest der Dame der Agonie
Und die Müdigkeit des Körpers, der in kaltem Bett schläft.
Es gibt einen Fluss
Das Schicksal dessen, der schwach oder stark geboren wird
Das Risiko, die Wut, der Kampf von dem, der fällt oder widersteht
Der siegt oder vor dem Tod einschläft.

In deinem Gedicht
Gibt es den Schrei und das Echo der Maschinengewehre
Den Schmerz, den ich auswendig kenne, aber nicht rezitiere
Und die unruhigen Träume von dem, der versagt.
In deinem Gedicht
Gibt es ein alentejanisches Lied
Die Straße und den Ruf einer Marktfrau
Und ein Boot, das mit vollem Segel bläst.

Es gibt die Nacht
Das Lied in vereinten Stimmen, richtigen Stimmen
Ein Lied mit einem einzigen Text und einem einzigen Ziel, das sich einschifft
Der Kai des neuen Schiffs der Entdeckungen.
Es gibt einen Fluss
Das Schicksal dessen, der schwach oder stark geboren wird
Das Risiko, die Wut und der Kampf von dem, der fällt oder widersteht
Der siegt oder vor dem Tod einschläft.

In deinem Gedicht
Gibt es die Hoffnung, die hinter der Mauer brennt
Es gibt alles andere, was mir noch entgeht
Und einen leeren Vers, der wartet... auf die Zukunft.

Escrita por: José Luís Tinoco