Maul Nicht
Niemand war erfreut, als er zur Welt kam
Ihn hat wohl ein schwarzer Storch gebracht
Er war schon als Säugling durchaus seltsam
Ausgesprochen matt und ungeschlacht
Er war völlig zugedeckt
Mit Runzeln und mit Schrumpeln
Lag nur immer ausgestreckt
Und wollte nicht mal humpeln
Schon nach zwei, drei Wochen glaubten alle fest und unbeirrt
Dass selbst bei bester Babykost, aus ihm nie ein Prachtkind wird
Sein ewiges Geschreie wurde Mutter bald zu dumm:
„Wenn du schon zu nichts nütze bist, brüll wenigstens nicht rum
Japs nicht, jaul nicht
Mecker nicht, und maul nicht
Keiner hat dir was getan
Raff dich, straff dich
Stell dich nicht so an
So wie du bist, wirst du nie ein Mann!"
Viele Jahre drückte ihn die Schulbank
Er sah immer kränklich aus und blass
Hatte schlechte Schrift und schlechten Stuhlgang
Hatte keinen Freund und keinen Spaß
Er war's, der beim Fußball
Immer auf den äuß'ren Flügeln stand
Und der in der Klasse nicht mal
Einen zum Verprügeln fand
Heulend kam er heim und klagte: „Mama, keiner spielt mit mir."
Mutter meinte tröstend: „Hör mal zu, mein Kind, eins sag' ich dir:
Wer dauernd in die Hose macht und außerdem noch schielt
Braucht sich nicht zu wundern, wenn dann keiner mit ihm spielt
Japs nicht, jaul nicht
Mecker nicht, und maul nicht
Keiner hat dir was getan
Raff dich, straff dich
Stell dich nicht so an
So wie du bist, wirst du nie ein Mann!"
Niemals ist ihm irgendwas gelungen
Dabei hat er so ein gutes Herz
Er hat nie geflucht, nie laut gesungen
Quälte nie ein Tier, nicht mal zum Scherz
Er war so ein Mensch, der stets bei den
Begoss'nen Pudeln stand
Und bei jeder Mahlzeit einen
Grund sich zu besudeln fand
Er war nicht so schnell und nicht so clever wie die meisten sind
Hörte immer nur: „Mach Platz für die, die etwas leisten, Kind!"
Er kaut schlecht und verdaut schlecht, weil er viel zu hastig schluckt
Und traut sich nicht zu kratzen, wenn ihn irgendetwas juckt
Japs nicht, jaul nicht
Mecker nicht, und maul nicht
Keiner hat dir was getan
Raff dich, straff dich
Stell dich nicht so an
So wie du bist, wirst du nie ein Mann!
No te quejes
Nadie estaba contento cuando llegó al mundo
Probablemente lo trajo una cigüeña negra
Desde bebé era bastante extraño
Muy débil y torpe
Estaba completamente cubierto
De arrugas y de pliegues
Siempre yacía extendido
Y ni siquiera quería cojear
Después de dos o tres semanas, todos creían firmemente y sin dudar
Que incluso con la mejor comida para bebés, nunca sería un niño espléndido
Su llanto eterno pronto cansó a su madre:
"Si no sirves para nada, al menos no grites tanto
No respires agitado, no llores
No te quejes, y no hables de más
Nadie te ha hecho nada
Levántate, enderézate
No te pongas así
¡Nunca serás un hombre tal como eres!"
Pasó muchos años en la escuela
Siempre se veía enfermizo y pálido
Tenía mala letra y malas digestiones
No tenía amigos ni diversión
Era él quien en el fútbol
Siempre se quedaba en los extremos
Y en clase ni siquiera
Encontraba a alguien para pelear
Llorando llegaba a casa y se quejaba: "Mamá, nadie quiere jugar conmigo."
La madre le consolaba: "Escucha, hijo, te diré una cosa:
Quien se orina constantemente y además bizquea
No debe sorprenderse si nadie quiere jugar con él
No respires agitado, no llores
No te quejes, y no hables de más
Nadie te ha hecho nada
Levántate, enderézate
No te pongas así
¡Nunca serás un hombre tal como eres!"
Nunca logró nada
A pesar de tener un buen corazón
Nunca maldijo, nunca cantó en voz alta
Nunca torturó a un animal, ni siquiera por diversión
Siempre estaba con los
Desafortunados
Y en cada comida encontraba una razón
Para ensuciarse
No era tan rápido ni tan inteligente como la mayoría
Siempre escuchaba: "Hazle lugar a los que logran algo, niño"
Mastica mal y digiere mal, porque traga demasiado rápido
Y no se atreve a rascarse cuando algo le pica
No respires agitado, no llores
No te quejes, y no hables de más
Nadie te ha hecho nada
Levántate, enderézate
No te pongas así
¡Nunca serás un hombre tal como eres!