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La Pera de Pentesilea

Ulrich Roski

Die Birne Der Penthisilea

Jedes Jahr im Lenz
Versammeln sich die Fans
Zur Männerschau im großen Amazonenhain
Die Amazonen fangen sich
Bekanntlich
Männer der verschiedensten Nationen ein

Jede hat ein paar zu Haus
Und den Stärksten stellt sie aus

Jedes Jahr im Lenz
Versammeln sich die Fans
Dann findet eine Messe auf den Wiesen statt
Und jede Amazone
Schniegelt ihre Drohne
Und ist ungeheuer stolz, was sie für'n Riesen hat

Dies Wiesen dampfen
Die Riesen stampfen
Und in der Mitte steht ein Birnenbaum
Wer ihn erbeutet'
Und was er bedeutet
Das wissen selbst die ältesten der Dirnen kaum

Doch Penthisilea droht:
„An diesem Baume hängt der Tod

Fühlt jemand sich versucht
Und pflückt sich eine Frucht
Meine Herr'n, dann setzt für Sie das große Sterben ein."
Die Herren denken kläglich:
„Ich fürchte mich unsäglich
Vielleicht wird eine Birne mein Verderben sein."

Penthisilea
Hat es ziemlich schwer
Denn sie stellt heut den wilden Riesen Meier aus
Unlängst in Bayern
Angelte sie Meiern
Halb betäubt aus irgend einem Weiher raus

Der Bäcker und der Eiermann
Die schauen sich den Meier an

Der bemerkt es kaum
Er wendet sich zum Baum
Und ritzt den Namen 'Meier' in die Rinde ein
Dann hat er die Stirne
Pflückt sich eine Birne
Und denkt: „Wie kann denn eine Birne Sünde sein?"

Alle erschrecken
Doch die Birnen schmecken
Köstlich, wenn man Meiers Mienen glauben kann
Es ist ergötzlich
Denn er sieht plötzlich
Die ganze Welt mit andern Augen an

„Was ist denn das für eine Welt?"
Ruft er, „wozu werd ich hier ausgestellt?"

Die Spannung steigt
Die Chefin aber schweigt
Doch eines wird auch ohne ihr Geständnis klar:
Beim ersten Bissen
Schien jedermann zu wissen
Dass dies die Birne der Erkenntnis war

Im Lauf der Feier
Teilt der Riese Meier
Hemmungslos an alle Männer Früchte aus
Und alles wird
Im Nu emanzipiert
Und damit ist auch beinah' die Geschichte aus

Denn nun bemerkt der Kenner schlau:
Hier endet wohl die Männerschau

Wodurch sich rausstellt
Dass der der andre ausstellt
Sie besser gleich in ziemlich enge Schranken zwingt
Oft schadet es dem Tücht'chen
Wenn irgend so ein Früchtchen
Die Leute auf gefährliche Gedanken bringt

La Pera de Pentesilea

Cada año en primavera
Los fanáticos se reúnen
Para el desfile de hombres en el gran bosque amazónico
Las amazonas capturan
Como es sabido
Hombres de diversas naciones

Cada una tiene algunos en casa
Y al más fuerte lo exhibe

Cada año en primavera
Los fanáticos se reúnen
Luego se celebra una feria en los prados
Y cada amazona
Arregla a su amante
Y está enormemente orgullosa de su gigante

Los prados se calientan
Los gigantes pisan fuerte
Y en el centro hay un árbol de peras
Quien lo capture
Y lo que significa
Ni siquiera las más viejas prostitutas lo saben

Pero Pentesilea advierte:
"En este árbol cuelga la muerte

Si alguien se siente tentado
Y recoge una fruta
Mis señores, entonces comienza la gran mortandad para ustedes."
Los señores piensan temerosos:
"Temo inmensamente
Tal vez una pera sea mi perdición."

Pentesilea
La tiene bastante difícil
Porque hoy exhibe al salvaje Riesen Meier
Recientemente en Baviera
Pescó a Meier
Medio aturdido de algún estanque

El panadero y el vendedor de huevos
Observan a Meier

Él apenas lo nota
Se dirige hacia el árbol
Y graba el nombre 'Meier' en la corteza
Luego se frota la frente
Recoge una pera
Y piensa: "¿Cómo puede ser pecado una pera?"

Todos se asustan
Pero las peras saben
Deliciosas, si se cree en las expresiones de Meier
Es divertido
Porque de repente ve
El mundo entero con otros ojos

"¿Qué tipo de mundo es este?"
Exclama, "¿Por qué me exhiben aquí?"

La tensión aumenta
Pero la jefa guarda silencio
Pero algo queda claro incluso sin su confesión:
Con el primer bocado
Todos parecían saber
Que esta era la pera del conocimiento

Durante la fiesta
El gigante Meier
Reparte frutas sin restricciones a todos los hombres
Y todo se vuelve
Emanzipado al instante
Y así casi termina la historia

Pues ahora el conocedor astuto nota:
Aquí termina el desfile de hombres

Lo que revela
Que el que exhibe al otro
Sería mejor limitarlo de inmediato
A menudo perjudica al hábil
Cuando alguna fruta
Lleva a la gente a pensamientos peligrosos

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