395px

Verano

Vogelfrey

Sommer

Bleiern liegen im Innern mir
Der rastlos zehrend Würmer vier
Im Düsterkleid der jungen Nacht
Das Tor zum Herz kein Strahl bewacht
Ungewissheit umwindet erstickend
Angst fraß sich so tief in die Brust
Legte Eier und Panik entschlüpfte
Zweifel flüstert von Tränen und Lust

Oh ich spüre ihr Nagen und Wühlen
Nahmen gefräßig der Seele die Sicht
Verschlingen gierig mein Denken und Fühlen
Entziehen trinkend dem Opfer das Licht
meinem Selbst

Das Gewürm verdichtet sich kreischend
Nach Schmerzensglut nun mein Inn‘res gefriert
Im Zwielicht gräbt es in Schatten und Schemen
Vergangenheit körperlos an Gestalt verliert

Oh ach könnt ich es fassen, erwürgen
Die Krallen brechen die mich martern und pfählen
Doch trägt dies Wesen des Nebels Gewand
Überwintert hinter Lügen die Zeit mich zu quälen

Mir bleibt bloß Warten ob das Licht mich erhört
Bewegungslos in diesen fleischlichen Mauern
Viel zu lang von falscher Hoffnung beschwor‘n
Muss ich den Sommer überdauern
Mir ist kalt

Verano

Bajo plomizos yacen en mi interior
Los gusanos voraces e incansables
En el vestido oscuro de la joven noche
La puerta al corazón no está vigilada por ningún rayo
La incertidumbre me envuelve sofocante
El miedo se ha comido tan profundamente en el pecho
Puso huevos y la pánico escapó
La duda susurra de lágrimas y placer

Oh siento su roer y excavar
Devoraron vorazmente la vista del alma
Devoran ávidamente mi pensamiento y sentimiento
Le quitan bebiendo la luz a la víctima
a mí mismo

Los gusanos se condensan chillando
Después de la ardiente agonía ahora mi interior se congela
En el crepúsculo excavan en sombras y figuras
El pasado sin cuerpo pierde forma

Oh, ojalá pudiera agarrarlo, estrangularlo
Las garras se rompen las que me atormentan y empalan
Pero esta criatura lleva el manto de la niebla
Inverna detrás de mentiras para atormentarme con el tiempo

Solo me queda esperar si la luz me escucha
Inmóvil en estas paredes carnales
Demasiado tiempo invocando falsas esperanzas
Debo sobrevivir al verano
Tengo frío

Escrita por: Jannik Schmidt