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stefan

Willem Vermandere

stefan

Mijn broere waar kan ik u vinden, vertrokken naar den overkant
ik krijg van u taal noch teken uit uw verre, uit uw verre land
is 't daar nu zomer of winter, is 't daar nu dag of nacht
droom je of lig je wakker of slaap je, slaap je zacht

mijn broere ben je daar altijd allene en geraak je dat daar al gewend
tussen d'ontelbare dode zielen, is daar vader, ook vader omtrent
we weten hier zo bitter weinig van dat latere schoon paradijs
we leven in angst en in vreze voor Hein, magere Hein met zijn zeis

ach laat ne keer iets van u horen, een woordje of zuchtje misschien
of een simpel tiksk' op 't venster, 't is zo stille, zo stille sindsdien
schrijf ne keer iets in de wolken, éne letter ware meer dan genoeg
of vraag het aan de lijster dat ie zingt, dat ie zingt morgen vroeg

aan de wind rond het huis in de bomen, aan de zunne en de mane misschien
ik vraag het aan de verste sterre, he'j' mijn broere, mijn broere niet gezien
ik zoek het in 't werk van uw handen, in uw kunstig kinderspeelgerief
met de restjes van eik beuk en linde was je grenzeloos creatief

en je wist dat het rijk der hemelen slechts opengaat voor wie welgezind
geduldig zijn lot durft te dragen en wordt en wordt als een kind
hoort tussen 't getokkel en d'akkoorden en de rijmen met stil verdriet
vind ik eindelijk Stefan mijn broere op 't eind, op 't eind van dit lied

stefan

Mein Bruder, wo kann ich dich finden, über das Wasser, drüben dort
ich bekomme kein Wort, kein Zeichen von dir, aus deinem fernen, fernen Land
ist es dort jetzt Sommer oder Winter, ist es dort Tag oder Nacht
träumst du oder bist du wach, oder schläfst du, schläfst du sanft?

Mein Bruder, bist du da immer alleine und hast dich daran schon gewöhnt?
zwischen unzähligen toten Seelen, ist dort Vater, auch unser Vater?
wir wissen hier so bitter wenig von dem späteren schönen Paradies
wir leben in Angst und in Furcht vor dem Sensenmann, dem mageren Hein, mit seiner Sichel.

Ach, lass doch einmal etwas von dir hören, ein Wort oder vielleicht ein Seufzer
oder ein einfacher Klopfer ans Fenster, es ist so still, so still seitdem
schreib einmal etwas in die Wolken, ein Buchstabe wäre mehr als genug
oder frag die Drossel, dass sie singt, dass sie morgen früh singt.

An den Wind um das Haus in den Bäumen, an die Sonne und den Mond vielleicht
ich frage die entfernteste Sternschnuppe, hast du meinen Bruder gesehen, meinen Bruder?
ich suche es in dem Werk deiner Hände, in deinem kunstvollen Kinderspielzeug
mit den Resten von Eichen, Buche und Linde warst du grenzenlos kreativ.

Und du wusstest, dass das Himmelreich nur für die geöffnet wird, die wohlgesinnt sind
geduldig ihr Schicksal zu tragen wagen und werden und werden wie ein Kind
hör zwischen dem Getrommel und den Akkorden und den Reimen mit stillem Leid
finde ich schließlich Stefan, meinen Bruder, am Ende, am Ende dieses Liedes.

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