
Der Kerker
Pest
Nur meine Schritte hallen
Die schweren meiner Wärter
Durch das Gewölbe hallen sie
Ich weiß nie wieder werde ich
Diese Schritte zurückschreiten
Denn sie führen in den Tod
Stufen führen hinunter
Es riecht nach Feuchtigkeit
Und es riecht nach Moder
Vor mir ein schwarzer Gang
Im flackernden Licht der Fackel
Er endet im Nichts
Dort wo es nie Licht gibt
An der Seite eine Tür
Sie wird geöffnet
In die endlose Dunkelheit
Werde ich geführt
Die Tür krächzt
Ein schwerer Riegel fällt
Ich bin allein
Wie lange bin ich schon hier
Das Zeitgefühl ist mir entgangen
Um mich herum nur schwarzes
Endloses Nichts
Lauernd sitzt überall die Stille
Meine Augen sind weit aufgerissen
Aber sie sehen nichts
Gar nichts
Verkrampft sitze ich an der Tür
Bis mich die gähnende Dunkelheit
Von ihr fortzieht
Die Finsternis was birgt sie in sich
Sind dort Fallen oder Gruben
Ich habe das Empfinden
Jemand steht hinter mir
Will mich fassen niederwerfen
Will mich erwürgen
Ist das der beginnende Wahnsinn
Überall sitzt und schleicht er
Um mich herum
Mein Widerstand bricht zusammen
Ich warte auf meinen Tod



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